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Pyramide

35-40 Königsgräber in Form von Pyramiden, von denen einige unvollendet, einige abgebrochen sind, stehen am Westufer des Nils, südlich des Deltas bis Mittelägypten. Sie stammen aus dem Alten und Mittleren Reich (2800-1900). Alle sind von Kultbauten umgeben, in der klassischen Form von einem Tempel im Tal, einem (oft gedeckten) Aufweg und einem Tempel für den Totendienst; vielfach stehen neben der Haupt-Pyramide einige Neben-Pyramiden, die z.T. der Bestattung der königlichen Gemahlinnen dienten.
- Der strengen geometrischen Form der Pyramide ging eine lange und nicht geradlinige Entwicklung voraus, die zeigt, dass der Gedanke eines Grabtumulus zugrunde liegt. So besteht die älteste Pyramide, die des Königs Djoser (um 2600) bei Saqqara, aus sechs aufeinander-getürmten, 8,80 m bis 10,40 m hohen Bankgräbern („Mastabas"), aus welcher Form erst König Snofru (um 2250) die glatt verkleidete Pyramide entwickelte.
- Dass der Zweck der Pyramide der einer königlichen Grablege ist, kann nicht bezweifelt werden; lediglich in der frühesten Zeit entstand über das Land verteilt, eine Reihe kleiner, stufenförmiger Anlagen ohne Grabkammer, deren Zweck unbekannt ist (vielleicht Zeichen der königlichen Zentralmacht?). Die grösste Pyramide ist die des Cheops in Gisa (Gizeh [um 2531), danach nimmt die Grösse ab, und auch Ziegel treten an die Stelle behauener Steine.
- Erbaut wurden die Pyramiden wohl mit Hilfe von Rampen durch die ägyptische Bevölkerung (nicht durch Sklaven!).
- Über einen Symbolwert ist aus älterer Zeit nichts bekannt. Spätestens seit 2000 werden Pyramiden mit dem Sonnenlauf zusammengebracht und somit zu einem Zeichen des Lebens nach dem Tode. Sie finden sich, jetzt in kleiner Form (Pyramidion), auf Privatgräbern. Hellenistische Herrscher und Heroen (Mausolos), west- und oströmische Vornehme übernehmen als Krönung ihrer Grabmäler gelegentlich die Form der Pyramide, in Ostrom trägt auch die Porphyra, das Geburtshaus der Kaiserinnen, eine Pyramide.
 


 

 

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