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Omen |
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(lat.: Pl. omina; etymologisch ungeklärt) ist das gute oder böse Vorzeichen, das den Ablauf eines zukünftigen Ereignisses vorherdeutet. Im Gegensatz zum eigens befragten Orakel wird das Omen ungesucht zuteil und bedarf keiner weiteren Deutung. Der Glaube an die Bedeutung von Omina beruht auf der Auffassung vom magischen Zusammenhang aller Dinge und Erscheinungen (Magie) und findet sich als Grundelement des religiösen Denkens weltweit und in allen Kulturen. Neben aussergewöhnlichen Naturerscheinungen, zukunftenthüllenden Träumen, Auffälligkeiten am menschlichen Körper und bestimmten Erscheinungen in der Tier- und Pflanzenwelt wird schliesslich jede Abweichung von der Normalität als Omen angesehen. Omina sind von einer höheren Macht geschickt, ihre Zufälligkeit ist von vornherein ausgeschlossen, ihre Verhöhnung ein Unheil nach sich ziehender Frevel. Gegen böse Omina helfen abwehrende Gebärden, Beschwörungsformeln, Bannungen (z. B. dreimaliges Klopfen auf Holz). Die weitaus meisten Omina beziehen sich auf den Tod.
- Reste des Glaubens an
Omina haben sich bis heute in unterschiedlichen Formen erhalten (Aberglaube;
Astrologie; Mantik). |
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