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Numen |
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Der Begriff „Numen"
stammt aus dem Bereich altrömischer Religiosität und bezeichnet zum einen
den göttlichen Willen, das Walten der Gottheit, zum anderen das göttliche
Wesen, die Gottheit selbst. Ursprünglich stand das festgestellte göttliche
Wirken, der göttliche Wink, der in Form verschiedenster Vorzeichen von dem
Gläubigen beobachtet wurde, im Vordergrund des Interesses. Bezeichnungen wie
numen deorum machen deutlich, dass es sich aber immer um einen göttlichen
Willensakt handelt, auch wenn der Urheber der Macht nicht klar umrissen ist.
Erst später unter etruskisch-griechischem Einfluss nehmen die römischen
Götter stärker personenhafte Züge an, und zur Kaiserzeit wird Numen oft
synonym mit deus verwendet, womit der göttliche Träger der Willensmacht in
den Vordergrund rückt. |
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