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Neureligiöse Bewegungen und Christentum |
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Die Stellung der meisten
neureligiösen Bewegungen zum Christentum ist dadurch gekennzeichnet, dass
sie nachchristlich in dem Sinne sind, dass sie das Christentum und andere
Religionen in ihr eigenes Glaubenssystem bereits in einer Weise eingeordnet
haben, die vom christlichen Selbstverständnis abweicht. Die Einordnung in
eine umfassende Religionssynthese (z.B. in den neovedantischen Bewegungen)
macht aus dem Christentum eine Einzelstimme im Chor der Religionen; die
Einordnung in einen heilsgeschichtlichen Entwurf (z. B. Vereinigungskirche)
eine frühere Offenbarungsstufe. Die charismatischen Führergestalten der
neureligiösen Bewegungen sehen sich oft in einer Reihe mit den
Religionsstiftern der Vergangenheit und als Verkörperung der
Religionssynthese bzw. als Kulminationspunkt der Religionsgeschichte:. Sie
bzw. ihre Anhänger neigen dazu, die Heilswirksamkeit Christi auf dessen
Lebenszeit bzw. auf eine frühere Epoche zu begrenzen. Oder sie beanspruchen
(nativistisch) eine Mittlerfunktion für ihre eigene Rasse (z.B. Simon
Kimbangu für die Schwarzen). Diejenigen, die sich auf eine Offenbarung aus
der jenseitigen Welt berufen, werten die christliche Offenbarung oft als nur
aus den niederen Sphären stammend ab (z.B. einige japanische). |
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