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Mudra |
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Nach Ansicht von
Sprachvissenschaftlern leitet sich Mudra möglicherweise vom babylonischen Wort Musaru (= das Siegel) her. Über das altpersische Muzra gelangte Mudra ins
Sanskrit, wobei z durch d ersetzt wurde und Siegel, Kennzeichen, Münze u.a.
bedeutete. Später wurde Mudra ein Zeichen, eine Geste, eine bestimmte
Sttellung der Finger bzw. Hände. Sehr wahrtscheinlich hängen die Mudras mit
vedischen Riten zusammen. Man glaubte, dass die Bewegung der Hände
zusammen mit der Rezitation von Mantras magische Kräft besitze. Heute sind
Mudras ein wesentliche Bestandteil des Tanzes. Zuerst hat das uralte Tanzdrama
(Kathakali) von Kerala Mudras übernommen, später hat der klassische Tanz ( Bharata-Natyam) sie sich angeeignet. Das Bharatamuni in seinem bekannten Natya-Sastra (Tanzwissenschaft)
umfasst 36 Mudras, 18 einhändige (asamyukta
und 18 doppelhändige (samyukta). M. gibt es im Hinduismus, Jinismus un
Buddhismus. Bekannte Mudras sind Pataka die Fahne, Padma, die Lotusblume,
Mukula, die Knospe, Anjali, gefaltete Hände. |
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