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Monismus |
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Monismus, gebildet von griech.
monas = Einheit, ist jede Art von Einheitslehre, die der Wirklichkeit eine
einheitliche Grundbeschaffenheit zuspricht. Die Art und Weise dieser
Grundbeschaffenheit kann dabei sehr verschieden aufgefasst werden. Ch. Wolff
(1679-1754) war der erste, der die Bezeichnung Monisten auf diejenigen
anwandte, die in ihren (All-)Einheitslehren nur eine zugrunde liegende
Substanz annahmen. Inhaltlich geht Wolff mit dieser Bezeichnung auf P. Bayle
(1647-1706) zurück, der das Gegensatzpaar „unitaires" und „dualistes"
benutzte und zu den „unitaires" die Denker zählte, die nur eine Substanz
annehmen (G. Bruno, B. Spinoza); terminologisch will er von einer theologischen hin
zu einer philosophischen Begrifflichkeit gelangen. Im Sinne dieser Bedeutung können
auch die griechischen Naturphilosophen, die jeweils ein Element als Uranfang
bestimmten, als Monisten gelten (Thales = Wasser, Anaximander = Apeiron [das
Unbegrenzte], Anaximenes = Luft). In der Spätzeit der griechischen Philosophie
sind es vor allen die Neuplatoniker, deren Emanationsvorstellungen - die
Welt geht aus einer einzigen, guten, schönen und göttlichen Substanz hervor
- den monistischen Grundgedanken aufzeigen. Der das Christentum bestimmende
Theismus mit der Trennung von Welt und Gott wurde als mit dem Monismus nicht
vereinbar betrachtet. Folgerichtig gerieten die Naturphilosophen der
Neuzeit, die durch die Begeisterung über die naturwissenschaftlichen Ergebnisse zu einer
pantheistischen Weltsicht geführt wurden, mit den theistischen Religionen in
einen Konflikt. G. Bruno (1548-1600) wurde wegen seiner Behauptung, dass das
All Gott ist, verbrannt; B. Spinoza (1632-1677), der die Natur selbst als
Gott sah, wurde aus seiner jüd. Gemeinde ausgestossen. Monismen, die auf der
Gottsubstanz aufbauen, sind der Pantheismus (Bruno, Spinoza, Toland) und der Panentheismus eines K. C. F. Krause (1781-1832). Erst nach G. W. F.
Hegels Tod wurde der Begriff M. durch den Versuch, die Hegelsche Lehre mit
dem Christentum in Einklang zu bringen, bekannter. |
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