| Religionen |
| A-Ani Ant-Az B-Bo Br-C D-Ep Er-Fe Fr-Gl Gn-Gz H-He He-Hz IJ K |
| L-Men Mes-N OPQ R S-Schu Schu-Sz Ta-Ti To-Tz U-Z |
|
Mensch in China |
|
Der Mensch und die
Gesellschaft sind Hauptthemen der ganzen chinesischen Philosophie. Durch die
zentrale Bedeutung der Familie in China rückt der Wert des einzelnen
Menschen in
den Hintergrund. Die Chinesen haben den Menschen niemals ausserhalb des
gesellschaftlichen Zusammenhangs betrachtet, niemals zogen sie eine
trennende Grenze zwischen der Gesellschaft und der Natur. Der Mensch ist mit
Natur und Gesellschaft aufs engste verbunden, so dass sich die Dichotomie
Subjekt/ Objekt nicht als Problem darstellt. Es fehlte auch in China der
Begriff „Person", und ein sich von der Natur abtrennendes Selbst ist nicht
entstanden. Erst in neuerer Zeit bildete man den (künstlichen) Begriff wei-ke, und unter dem Einfluss des Buddhismus zeigten sich Tendenzen, die
auf eine Trennung von Subjekt und Objekt hinwirkten. Der Begriff der Seele
als eines rein geistigen Wesens, das zum Körper im Gegensatz stünde, ist dem chinesischen Denken fremd. Der
Mensch wurde nicht als Leib und Seele angesehen, sondern
als ein Kontinuum von Pneumata (ch' i). Als Mikrokosmos besteht der Mensch aus
dem hsing (Wesen, Natur) von Himmel und Erde; von der Erde erhält er sein
„Blut", vom Himmel empfängt er seinen „Atem" (ch'i). Auf diese Weise ist er
ein Abbild des Makrokosmos. Die chinesische Konzeption des Menschen wurde ohne einen
entscheidenden Einfluss des religiösen Denkens geformt, u. a. findet man deswegen
in der chinesischen Anthropologie keine Idee der Erbsünde. Die Einheit des Menschen
mit dem Himmel (T`ien jen ho i) ist ein Postulat und zugleich eine Synthese
der chinesischen Anthropologie (Universismus). Diese Vorstellungen stehen im
Einklang mit der Konzeption der Welt/Schöpfung, die nicht
anthropozentrisch ist. Die chinesische Religionsgeschichte und
Philosophiegeschichte zeigt nur Variationen (Uminterpretationen) dieser
konstanten chinesischen Themen. Es gibt hierzu drei grundsätzliche Haltungen: a) die menschliche Natur ist gut (Konfuzius, Mencius); die Güte muss durch Pflege (Selbstkultivierung) erhalten oder wiedergewonnen werden (Heil/Heilsweg); b) die menschliche Natur ist schlecht (Hsüntzu), deshalb bedarf sie der Erziehung (Etikette);
c) eine gemischte Haltung:
die menschliche Natur ist weder gut noch schlecht (Kao Pu-hai, Wang Yang-ming),
oder sie ist teils gut, teils böse (Wang Ch'ung). Nach der konfuzianischen und
neokonfuzianischen Tradition ist jen (Menschtum, Menschenliebe, Humanität) die
moralische Qualität, die den Menschen zum wahren Menschen macht. |
Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
Beste Internetadressen Multimedia Kunst Zukunftsdeutung & Astrologie Esoterik & New Age Traumdeutung
Magie & Märchen & Mystik Grenzwissenschaften Hexenwesen Dunkles im Netz Parapsychologie & Okkultismus etc.
Religion & Spiritualität Alte Kulturen UFO`s & Phänomene Meditation, Licht, Fortleben
Heilmethoden, -therapien, Wellness Aus-, Weiterbildung & Organisationen
Esoterisch-spirituelle Lexika Lexikon der Parapsychologie Lexikon der Esoterik