| Religionen |
| A-Ani Ant-Az B-Bo Br-C D-Ep Er-Fe Fr-Gl Gn-Gz H-He He-Hz IJ K |
| L-Men Mes-N OPQ R S-Schu Schu-Sz Ta-Ti To-Tz U-Z |
|
Mensch im Buddhismus |
|
Ein schlechter Mensch, lehrt
der Buddha, tötet, nimmt, was ihm nicht gegeben wird, vergeht sich sexuell, lügt
und berauscht sich mit Alkohol oder Drogen. Noch schlechter ist freilich der
Mensch,
der andere zu solchem Verhalten verleitet. Ein guter Mensch befolgt die fünf
Sittenregeln, ein besserer spornt auch andere dazu an (Anguttara-Nikaya IV 20).
Aus heilsamer und unheilsamer Tat (Karman) erwachsen entsprechende Folgen noch
in diesem Leben oder in kommenden Wiedergeburten. Buddhisten rechnen mit
sechs Wiedergeburtsbereichen: Götter (Deva) leben in himmlischen Freuden,
Höllenwesen leiden grausame Qualen, Peta (Skr. Preta) sind bedauernswerte
Hungergeister, Asura furchterregende Wüteriche. Auf die Erde kommt man
wieder als Tier oder als Mensch. Der menschliche gilt als der wichtigste
Bereich, denn hier gibt es die Lehre und die Gemeinde des Buddha. Manche
Wiedergeburten dauern nur kurz, manche lange, keine währt ewig, weil in der
Wandelwelt (Samsara) nichts und niemand Bestand haben kann: Die Lehre
von der Bedingten Entstehung zeigt, wie Buddhisten sich Wiedergeborenwerden
vorstellen. In früheren Leben führte Unkenntnis der Wirklichkeit zu
ungünstigen „Karmaformationen" (Samskara), die das Bewusstsein des
Sterbenden prägten. Daraus folgte neue Wiedergeburt und neue Persönlichkeit
(Skandha), die ihrerseits anhaftet, dieses begehrend, jenes ablehnend, und
somit neue Geburt nach dem Sterben vorbereitet. So hat Vergangenes
Gegenwärtiges bedingt, welches wiederum Zukünftiges bedingen wird. Im
Gleichnis: wenn aus frischgemolkener Milch mit der Zeit Buttermilch, Butter,
Butterschmalz wird, dann ist die Butter nicht dasselbe wie die Milch, aber
auch nicht ohne Beziehung zu ihr. Vielmehr: gestützt auf die
vorausgegangenen Stadien, wurde sie, was sie jetzt ist. Bedingte Entstehung
bedeutet: Einen ,Atman, eine „Seele", die, selber unveränderlich, nur
wechselnde Geburten anziehen und wieder ausziehen würde, kennen Buddhisten
nicht. „Alle Dinge sind Nicht-Ich (anatta)" (Dhammapada 279). Dieses Merkmal
charakterisiert auch den Menschen als Teil der Wirklichkeit, von der gilt, dass
nichts ewig (anicca) und mithin alles leidhaft (dukkha; "Böses/Leid V) ist.
Reden aber nicht alle von „ich", „mir", „mein"? In der Alltagssprache haben
persönliche und besitzanzeigende Fürwörter ihren Sinn. Sie erleichtern die
Verständigung. In Wirklichkeit gibt es jedoch nichts, was ihnen entspräche.
Im Alltag sagt man z. B. „Wagen". Doch was ist das: die Räder, das Dach,
die Sitze? Erst das aus vielen Teilen Zusammengefügte nennt man so. Wie man
„Wagen" sagt, so sagt man auch „Ich" aus Konvention. Denn in Wirklichkeit
wandelt sich der Mensch unablässig in immer wieder neu zusammengesetzten
„Seinsgruppen" (Skandha). Aus dieser Sicht lässt sich sagen: Taten gibt es,
aber keinen Täter, Leiden, aber keinen Leidenden, Erlösung, doch nicht den
Erlösten. So wie der Liebe entfalten soll, der seinen Hass überwinden will,
so soll man die Vorstellung der Vergänglichkeit entfalten, um den
„natürlichen" Ich-Glauben als falsch zu erkennen. Wer sein Bewusstsein,
seine Wahrnehmung, seine Gefühle, seinen Charakter und seinen Körper achtsam
betrachtet, erkennt deren unaufhörlichen Wandel, ihre Unbeständigkeit. Als
Ziel hat der Buddha genannt: „Jene Gemütserlösung und Weisheitserlösung
wollen wir uns zu eigen machen, in deren Besitz verweilend einem keinerlei
Triebe des Ich und Mein, keinerlei Neigungen des Dünkels aufsteigen können"
(Anguttara-Nikaya III 33). |
Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
Beste Internetadressen Multimedia Kunst Zukunftsdeutung & Astrologie Esoterik & New Age Traumdeutung
Magie & Märchen & Mystik Grenzwissenschaften Hexenwesen Dunkles im Netz Parapsychologie & Okkultismus etc.
Religion & Spiritualität Alte Kulturen UFO`s & Phänomene Meditation, Licht, Fortleben
Heilmethoden, -therapien, Wellness Aus-, Weiterbildung & Organisationen
Esoterisch-spirituelle Lexika Lexikon der Parapsychologie Lexikon der Esoterik