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Maya |
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Möglicherweise leitet
sich Maya von der Wurzel ma = messen her. Im Rgveda bedeutet Maya die
magischen Kräfte, wodurch die Götter in trügerischen Gestalten erscheinen
konnten. Die Mahabharata VI 28.6 ff. sagen, dass Visnu verschiedene
Avatara-Formen durch die Kraft von Maya annimmt. In den Upanisaden und in den Vedanta-Systemen, bes. im Advaita-Vedanta, wurde Maya ein Schlüsselbegriff.
Grundsätzlich wurde sie als die schöpferische Kraft von Brahman verstanden.
Sie ist etwas Positives (bhavarupa), weil sie Brahman offenbart (Viksepa).
Aber das, was offenbart wird, ist nicht die wahre Natur von Brahman, sondern
nur Nama-Rupa, Name und Gestalt, d. h. reine Erscheinungsformen. Deswegen
schliesst diese Offenbarung auch eine Verbergung (Avarana) in sich ein. Maya
ist als Viksepa und Avarana Sat (das Seiende) und zugleich Asat (das
Nichtseiende) und deshalb unbeschreiblich (Sadasadanirvacaniya). Die
Wirklichkeit offenbart durch Maya, ist nur die scheinbare Wirklichkeit (Vyavaharikasatya),
nicht die wahre Wirklichkeit ( Paramarthikasatya) (vgl. Chandogya Up. VI
1.4-6; Brahmasutra-Sankarabhasya I 1.1 Einleitung; I3.2; I 4.10; II 1.14). |
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