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Mani |
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Der Religionsstifter Mani
wurde am 14. April 216 geboren. Sein Vater Pattek (Pattikios), ein Mann
adliger parthischer Herkunft, schloss sich der in Mesopotamien lebenden
juden-christlichen Täufergemeinde der Elchasaiten an, in der Mani aufwuchs. Im 12.
Lebensjahr und dann wiederum im 24. erlebte er eine Berufung von seinem
„Zwilling", seinem himmlischen Alter ego, der ihn aufforderte, die ihm
vermittelte Offenbarung zu verkündigen und eine Kirche zu gründen. Er trat
nun mit einer eigenen gnostischen Lehre hervor. Nach Missionsreisen im
heimatlichen Mesopotamien führte ihn eine Indienreise 240/241 ins Industal
und angrenzende Gebiete. Als der sassanidische Herrscher Ardaschir starb,
reiste er nach Persien und wurde vom neuen Herrscher Schahpuhr I. empfangen, der
ihm gestattete, in seinem gesamten Reich zu predigen. Mani, der zeitweilig dem
Gefolge des Herrschers angehörte, entfaltete eine aktive Missionstätigkeit und sandte Missionare bis nach Alexandrien einerseits und in die östlichen Reichsgebiete
andererseits. Er selbst konnte diverse Kleinkönige im sassanidischen
Mesopotamien für seine Sache gewinnen. |
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