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Kontexutalität, vom lat. contextus =
Verknüpfung, Gewebe, bezeichnet
a) im Hinblick auf einen literarischen Text dessen Verwobenheit in seinen
engeren und weiteren Zusammenhang, seine Sprachgestalt, seinen
lebensmässigen Zusammenhang,
b) im Hinblick auf die heiligen Schriften auch den Bezug zum Entstehungs- wie auch
zum Empfängerzusammenhang, schliesslich
c) die Einbettung bzw. Hinordnung der wort-tathaften Vermittlung der christl.
bzw. einer religiösen Botschaft in deren welthaft-geschichtliche Zusammenhänge. Die
Beachtung der konkreten gesellschaftlich-gesch. Zusammenhänge ist so lange
von sekundärer Bedeutung, als die christl. Botschaft in einen eher
monolithischen, vom Christentum wesentlich mitbestimmten Kontext vermittelt
wird. Die Situation ändert sich, wenn angesichts der konkret erfahrenen
Pluralität von Kulturen und Religionen, politischen und sozio-ökonomischen
Systemen sich einmal die Frage einer universalen Kommunikabilität der
verschiedenen Systeme untereinander, sodann die Frage nach der angemessenen
„Übersetzung" einer Botschaft stellt, die mit dem Anspruch auftritt, eine
universal gültige Heilsbotschaft zu sein. In dieser Situation gilt es, Im
Sinne von GS 4 das Spannungsverhältnis von „Zeichen der Zeit" und Licht des
Evangeliums" zu beachten. In hihi. Exegese geschieht dies heute mit Hilfe
der hist.-krit. Methodik, aber auch unter Beachtung tiefenpsychol. und so
zialanalytischer Instrumentarien. Entsprechend bedarf die Theologie als
Ganzes heute interdisziplinärer Kooperation im Hinblick auf das Verständnis
der konkreten Verkündigungskontexte.
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