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Konfuzius |
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ist die lat. Wiedergabe
von K'ung Fu-tzu (Meister K'ung), dessen Name K'ung Ch'iu (auch Chung-ni
geschrieben) ist. Konfuzius, ein chinesischer Weiser, wurde 552 (oder 551) v. Chr. in dem
kleinen Feudalstaat Lu, unweit vom modernen Ch'u-fu (Shantung) geboren. Es
können nur wenige Angaben zu seinem Leben, seinen Vorfahren und seiner
Familie gemacht werden. „Lun Yü", die aufgezeichneten Gespräche mit seinen
Schülern (im 3. Jh. v.Chr. zusammengestellt), sind vermutlich die beste
Quelle, auch wenn sich hier Legenden eingeschlichen haben. Konfuzius war in den
Riten seines Volkes und in der Musik bewandert, durch die er die Anregungen
und Gedanken über die Vollendung der moralischen Rechtschaffenheit, in der
Gesellschaft fand. Er reflektierte intensiv die menschliche Situation seiner
Zeit im Lichte der Weisheit der Väter. Kurz nach 502 v. Chr. übte er für
kurze Zeit in seinem Heimatland Lu den Beruf eines ssu-k'ou,
Polizei-Vorstehers, (Mencius 58,4). Wenngleich ihn Volksmeinung als strengen
Moralisten zeichnet, beschreiben ihn die Lun-Yü als eine Persönlichkeit, die
privat zwanglos und heiter, freundlich, aber entschlossen, gebietend, aber
nicht abschreckend, erhaben und doch angenehm war. Mit zunehmendem Alter
widmete er sich mehr mehr seinen Schülern. Vermutlich s er 479 v. Chr. Die
Nachwelt erinnert an ihn als den grossen Morallehrer e asiens. K. hatte eine
klare Vorstell von seiner Aufgabe. Er hielt sich se für den Übermittler der
Weisheit der ter (Gespräche VII I), der er neue Be tung gab. Seine zentrale
Lehre ist die der Tugend des Jen, unterschied übersetzt mit Güte, Wohlerge
Menschlichkeit und Menschenfreu lichkeit. Er definierte sie als Nächs liebe,
persönliche Integrität und Alt mus. Der Hauptakzent seiner Lehre auf der
ethischen Bedeutung mens cher Beziehungen. Er sieht die Mo der menschlichen
Natur und ihrer 0 heit für das Göttliche begründet. A wenn er sich über Gott
und das zuk tige Leben ausschweigt, darf sein Sch gen nicht als Unglauben
gedeutet wer (Gespräche XX 2). Seine Philosophie klar auf der Religion
gegründet - ererbte Religion des „Herrn in der Hö oder „des Himmels", der
höchsten sönlichen Gottheit. Er lehrte, dass es Himmel war, der ihn
beschützte und sandte. „Der Himmel ist der Urheber Tugend, die in mir ist"
(Gespräche 23). Der folgende Text beschreibt die rituelle Entwicklung des
K.: „Ich fünfzehn, und mein Wille stand aufs nen, mit dreissig stand ich
fest, mit vi hatte ich keine Zweifel mehr; mit fü war mir das Gesetz des
Himmels k mit sechzig war mein Ohr aufgetan, siebzig konnte ich meines
Herzens schen folgen, ohne das Mass zu ü treten" (Gespräche II 4). |
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