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Kalender |
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(von lat. calendae,
urspr. griech. „die auszurufenden Tage", in Rom der erste Tag jedes Monats)
- Der Tag, die Zeit zwischen Sonnenauf- und -untergang
(natürlicher Tag) bzw. zwischen zwei Meridialdurchgängen (bürgerlicher Tag)
beginnt bei den Völkern, die sich nach der Sonne richten mit Sonnenaufgang,
bei denen, die das Mondjahr haben, mit Sonnenuntergang (Islam, Judentum).
Die Woche, die unabhängig von Monat und Jahr durchgezählt wird, ist ein
Zeitintervall von 5, 7, 8 oder 10 Tagen. Während bei einigen Völkern
Götternamen zur Bezeichnung der einzelnen Wochentage dienten, werden im
Judentum die einzelnen Tage - ausser dem Sabbat - durchgezählt und haben
keine eigenen Namen. Der synodische Monat, die Umlaufzeit des Mondes um die
Erde von Neumond zu Neumond dauert ca. 29,5 Tage. Das aus 12 Monaten zu je
29 (hohler Monat) bzw. 30 Tagen (voller Monat) bestehende freie Mondjahr hat
ca. 354 Tage. Es wird z. B. im Islam und Judentum benutzt. Als Ausgleich
werden im Islam innerhalb von 19 Jahren 7 Schaltjahre mit 355 gen eingefügt.
Im Judentum gibt es ei Schaltmonat (2. Adar), der ebenfalls einem bestimmten
Rhythmus einge wird, und Gemeinjahre mit 353, 354 355 Tagen, die als
mangelhafte, re mässige und unregelmässige bezeich werden, sowie Schaltjahre
mit 383, und 385 Tagen. Das Sonnenjahr, die U laufzeit der Erde um die
Sonne, da gegenüber dem Mondjahr ca. 11 T. länger. Aufgrund dieser Differenz
su• man das Mondjahr durch Einfügung v Schalttagen bzw. -monaten an das S
nenjahr anzupassen, da sich sonst Jahresbeginn durch alle Jahreszeiten wegt
( Lunisolarjahr). Die Grundlage christl. K. bildet der von Julius Caesar
Jahre 46 v. Chr. eingeführte Julianis K., der auf einem Sonnenjahr mit 12
naten zu je 30 und 31 Tagen aufgebaut Trotz der Einfügung eines Schalttage:
jedem 4. Jahr gab es Ungenauigkeit die 1582 von Papst Gregor XIII. besei
wurden (Gregorianische Reform). 5 nächstgrössere Zeitintervall ist der klus,
eine genau festgelegte Anzahl v Jahren, nach deren Ablauf sich ein Er - nis
periodisch wiederholt (z. B. Meto scher Zyklus). Als Ära bezeichnet . die
Zeitrechnung von einem bestimmt herausragenden hist. Geschehen an, e dem
Regierungsbeginn eines Herrsc oder der Gründung einer Stadt. Ebe kann es
sich um ein wichtiges Ereignis Leben eines bedeutenden Religionss ters
handeln. So beginnt die buddh. rechnung mit dem Tod Buddhas ( 480 v. Chr.),
die islam. mit der Ali (622 n. Chr.) und die jüd. Weltära dem Schöpfungstag
am 7. Okt. 3 v. Chr.. Die christl. Zeitrechnung, die der Geburt Jesu
beginnt, wurde von nysius Exiguus (um 470-550 n.Chr.) -geführt und hat sich
seit dem 8. Jh. ganz Europa und inzwischen welt durchgesetzt. |
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