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Jainismus - Lehre |
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Man unterscheidet zwei
zyklisch wiederkehrende Weltperioden, eine aufsteigende (utsarpini) und eine
absteigende (avasarpini); die zunehmende Dekadenz in letzterer wird (wie im
Buddhismus) an dem Verfall der Lehre, der Sitten und der Lebenserwartung
gemessen. Zwei Prinzipien (ähnlich dem frühen Samkhya) stehen einander
gegenüber: a) eine unendliche Zahl von geistigen individuellen Seelen (jiva) und b) fünf ungeistige Wirklichkeitsmomente: Bewegung (dharma), Ruhe (adharma), Raum (akasa), Stoff (pudgala) und Zeit (kala).
Zeit ist räumlich begrenzt,
denn es gibt zeitlose Räume der Welt. Der Stoff besteht aus einer
unendlichen Menge von Atomen (paramanu), die beständig neue Verbindungen und
Formen eingehen und damit die Vielfalt des Universums erzeugen. Menschen,
Tiere, Pflanzen, Gestein, Wasser usw. sind beseelt. Wie viele Seelen auch
immer zur Befreiung (moksa) gelangen, ihre Zahl im Geburtenkreislauf bleibt
unendlich. |
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