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Jäger- und Sammlerkulturen |
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Negativ definiert durch
das Fehlen von Ackerbau und Viehzucht, bilden sie keineswegs eine Einheit,
sondern sind bereits in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht
sehr stark differenziert mit einer Spannweite etwa von den Pygmäen des
Kongowaldes bis zu den Nordwest-Küsten-Indianern Nordamerikas. Von Extremen
abgesehen, kann indes für die grösste Zahl von ihnen gelten, dass sie in
kleineren Gruppen in mehr oder weniger unsteter Lebensweise dem Sammeln und
Jagen als Nahrungserwerb obliegen, wobei alle genannten Faktoren weitgehend
von den Umweltbedingungen abhängig sind und durch sie begrenzt werden. Es
gibt verschiedenartige Erscheinungsformen des Religiösen, doch spielt
vielfach der Animalismus, d.h. eine religiöse, mystische und magische
Bindung an die Tiere, vor allem an das Jagdwild oder sonst repräsentative
Vertreter des Tierreichs, eine wichtige Rolle. Tiere werden menschenähnlich
gedacht, als beseelt, ausgestattet mit religiösen und magischen Kräften;
besondere Erscheinungsformen sind Schutzgeister und „Alter ego", die häufige
und leichte Austauschbarkeit zwischen menschlicher und tierischer Form und
Wesen von der Art eines Herrn der Tiere, Geber des Jagdwildes, Beherrscher
des Jagdlandes und dazu Wild- und Buschgeistern. |
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