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Heilsgestalten im Christentum |
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In dem Buch, das die
Christen selbst „heilig" nennen, der Heiligen Schrift, ist dem die Antwort
eröffnet, der nach den Heilsgestalten im Christentum fragt. In den
alttestamentlichen Schriften ist Gott allein der Heilige, kommt nur ihm
Heiligkeit zu. Diese alttestamentliche Sicht wird neutestamentlich
differenziert: Die Heiligkeit kommt Gott dem Vater zu, offenbart sich in der
Fleischwerdung seines Sohnes Jesus von Nazaret und untrennbar davon im
Heiligen Geist, der das Prädikat „heilig" sogar als Eigenname erhält. So ist
im Neuen Testament der Heilige Gott der Dreieine. Zentral bleiben dann
neutestamentlich die Stellen im 1. Brief an Timotheus: Jesus Christus ist
durch seine Erlösungstat und Erhöhung der eine Mittler der göttlichen
Heiligkeit zwischen Gott und den Menschen, und von seinem Geist ist die
ganze Schöpfung geheiligt. Durch die Taufe im Namen des Dreieinen hat jeder
Christ Anteil an der einen Heilsgestalt Jesus Christus, ist er als Heiliger
berufen aus Berufung und nicht aufgrund von Leistung. Somit erlangt der
Heilige die Heiligkeit gerade nicht durch das Vermögen einer eigenen
Leistung, sondern sie ist ihm gnadenhaftes Geschenk Gottes, die die ganze
menschliche Freiheit in Anspruch nimmt. |
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