eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Religionen
A-Ani   Ant-Az   B-Bo  Br-C   D-Ep  Er-Fe   Fr-Gl   Gn-Gz   H-He   He-Hz   IJ   K
 L-Men  Mes-N   OPQ   R  S-Schu   Schu-Sz  Ta-Ti   To-Tz   U-Z
 

Heilige Schrift(en) in der vedischen Religion

Heilige Schriften waren zunächst drei Veden (veda, m. = Wissen): der Rgveda, der Samaveda und der Yajurveda. Erst später wurde diese Dreiheit (trayi) heiliger Schriften erweitert, indem man den Atharvaveda als vierten Veda anerkannte.
Die Veden sind Sammlungen religiöser Texte der nach Indien eingewanderten Arier, deren Entstehung sich über mehrere Jahrhunderte hinzog. Die Kanonisierung war beim Rgveda bis auf wenige Nachträge wahrscheinlich um 1000 v. Chr. abgeschlossen, bei Sama- und Yajurveda erfolgte sie bald darauf, beim Atharvaveda erst in der 2. Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. Die Texte enthalten das gesammelte Wissen der wichtigsten am vedischen Opferritual beteiligten Priester. Der Hotr, der die Götter Opfer einlädt und die Gussopfer, vor allem die Schmelzbutteropfer, ins Feuer darbringt, benutzt den Rgveda; der gatr (Sänger) den Samaveda; Adhvaryu, der den Opferaltar baut, Opferfeuer und Opfergeräte vorbereitet und das Tieropfer durchführt, hält sich an den Yajurveda; der Brahman, der Verlauf des Opfers überwacht und auftauchende Fehler oder böse Omina durch seine Kunst unschädlich macht, benötigt dazu den Atharvaveda. Von diesen • stern sind die Texte mündlich vonm Lehrer zu sorgfältig geprüften Schüler weitergegeben und mit erstaunlicher Präzision über rund drei Jahrtausende tradiert worden. Von hohem literarischen Wert ist vor allem Rgveda. In 10 Liederkreisen (Manila die man als „Bücher" bezeichnet, enthlt er 1028 Preislieder an die Götter, Rä lieder und einige wenige Lieder profanen Inhalts - insgesamt mehr als 10 000 Strophen. Er stellt nicht nur die älteste Quelle für die Gottesvorstellung und Mythologie der vedischen Arier dar, sondern zugleich das hervorragendste frühe dichterische Werk aus der indo-europäischen Sprachfamilie, das uns vollständig erhalten ist. Den Kern der Sammlung bilden die sog. Familienbücher II-VII, die v der Tradition bestimmten Sängerfamilien zugeschrieben werden, sowie Buch IX, dem die an Soma gerichteten Hymnen ler Sängerfamilien zusammengestellt sind. Buch I und VIII sind gemischten Inhalts und gelten als jünger; Buch X enthält neben Nachträgen aus früherer die sprachlich jüngsten Hymnen und stellt somit den am spätesten abgeschlossenen Teil des Rgveda dar.
Der Samaveda enthält fast ausschliessli Verse des Rgveda, die nach opfertechnischen Gesichtspunkten anders angeordnet sind. Der Yajurveda enthält Pro texte, meist kurze Formeln (Mantr, welche die einzelnen Opferverrichtung begleiten. Er liegt in den Überlieferung -i zweier Schulen als schwarzer (km& u als weisser (.fukla) Yajurveda vor. I schwarzen Yajurveda sind die Mantr von der Darstellung und Erörterung der jeweiligen Riten begleitet, der weit` Yajurveda dagegen trennt die Erläuterungen von den Mantras und fasst sie in einem Brahmana zusammen. Der Atharvaveda umfasst zwanzig Bücher (davon die beiden letzten nachträglich angefügt) mit metrischen Texten sehr unterschiedlichen Inhalts. Neben Zaubersprüchen, die formal den Liedern des Rgveda ähneln und z.T. ebenso alt sind, finden sich kosmogonische und philosophische Aussagen, die zeitlich den Brahmanas und älteren Upanisaden zuzuordnen sind.
An jeden Veda schliesst sich eine umfangreiche Literatur an: Brahmanas (ab ca. 1000 v. Chr.), Aranyakas (ca. 800 v. Chr.), Upanisaden und Vedangas (beide ab ca. 800 v. Chr.). Jede der Veda-Schulen besass eigene Texte dieser Gattungen, doch ist gegenseitiger Einfluss deutlich erkennbar. Die z. T. sehr umfangreichen BrahmanaTexte enthalten vorwiegend Beschreibungen, Deutungen und Ursprungsgeschichten zu den einzelnen rituellen Handlungen. Ihrem Charakter nach sind es ätiologische und exegetische Kommentare (mit spekulativem Einschlag) sowie katalogisierende und nach Abhängigkeitsreihen ordnende frühe Wissenschaft, wobei die Kosmogonie und die subtilen Zusammenhänge zwischen Kosmos und Opfer im Zentrum des Interesses stehen. Es sind Zeugnisse einer frühen Form von Theologie. Durch die in ihnen enthaltenen Mythen werden einerseits viele im Rgveda nur angedeutete oder als bekannt vorausgesetzte Zusammenhänge deutlich, andererseits zeigt sich auch eine Weiterentwicklung mythischen Traditionsgutes. Die Wiedergeburts- und Karmanlehre (Reinkarnation; Karma) deutet sich in den Brahmanas bereits an. Die Übergänge zu den esoterischeren Lehren der Aranyakas (Bücher der Wildnis = Geheimlehren) sind fliessend. Diese wiederum leiten hin zu den mehr philosophisch orientierten Upanisaden, auf welche spätere indische Philosophie immer wieder zurückgreifen wird. Die Vedangas umfassen die Hilfswissenschaften zum Verständnis und zur Tradierung des Veda (Grammatik, Metrik, Etymologie), ferner Leitfäden der Opferwissenschaft (Astrologie, Mathematik bzw. Geometrie und Konstruktion des Opferaltars; Handbücher zu den öffentlichen und häuslichen Riten) sowie Kodifizierungen des Dharma, d. h. der richtigen Verhaltensweisen im gesamten Spektrum des privaten, gesellschaftlichen und politischen Bereiches, welche zur Aufrechterhaltung der kosmischen Ordnung beitragen. Die Pflichten der vier Lebensstadien (a.rama) und der vier sozialen Schichten (varna), d. h. der Brahmanen, Ksatriyas (Adel und Krieger), Vaisyas (Bauern und Händler) und Sudras (Dienstleistende Berufe), sind darin ebenso enthalten wie allgemeines Brauchtum und Sitte, Zivilrecht und Strafrecht, Sühne und Bussvorschriften für religiöse Übertretungen.
Später wurden die Veden, Brahmanas, Aranyakas und Upanisaden als Offenbarungstexte betrachtet, die Vedanga-Texte zur Opferwissenschaft, zum Ritual und zum Dharma dagegen als autoritative Tradition.
 


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik