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Heil/Heilsweg im Islam

Nach Aussage des Koran ist die Schrift „als Rechtleitung für die Gottesfürchtigen" gegeben. Wer ihren Weisungen folgt, geht den „rechten Pfad", den Weg derer, denen Gott Gnade erwiesen hat, und damit nicht den Weg derer, die seinem Zorn verfallen sind und irregehen. Inhaltlich bedeutet dies, dass man an Gott, den Jüngsten Tag, die Engel, die Schrift und die Propheten glaubt und sein Geld den in Bedrängnis Geratenen und den Armen gibt, Verpflichtungen einhält usw. Demnach kennzeichnet der rechte Glaube zusammen mit dem rechten Tun den „rechten Pfad".
„Heil" und „Heils-Weg" haben in der islamischen Theologie, Ethik und Gesetzeslehre keine Entsprechungen. Stattdessen finden sich dort die Fachbegriffe „islam" und „Sharra".
Dabei intendiert „islam" wohl „Selbstaufgabe, Selbstpreisgabe des Menschen", eine gehorsame Ergebenheit in Gottes Willen und damit verbunden die bedingungslose Bereitschaft zur Annahme der göttlichen Weisungen, wie sie im Koran niedergelegt sind.
„Sharra" umfasst das weite Feld aller Vorschriften, die das rechte Handeln des Menschen betreffen und die im Laufe der frühislamischen Systematisierungen des im Koran Niedergelegten eine beträchtliche Ausweitung erfahren und Geschlossenheit erreicht haben, so dass alle Bereiche des menschlichen Lebens davon geprägt werden.
Das Einüben des rechten Pfades - darin stimmen alle islamischen Theologierichtungen überein - ist noch keine Garantie dafür, dass der Urteilsspruch Gottes beim Jüngsten Gericht auf Zuteilung des Paradieses lauten wird, dennoch dürfen die redlich bemühten Muslime (Männer wie Frauen) dann auf Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit vertrauen und auf einen positiven Ausgang des Gerichts hoffen.
Weil allein der durch den Koran gewiesene Weg Gott wohlgefälliges Verhalten verspricht, liegt darin ein hoher Anspruch, der alle anderen Wege nur insoweit gelten lässt, als sie mit dem hier gewiesenen noch - zumindest teilweise - übereinstimmen. Unglaube und Ungehorsam gegenüber den göttlichen Weisungen führen ins Verderben und werden vom Koran abgelehnt und von den Muslimen bekämpft.
 


 

 

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