| Religionen |
| A-Ani Ant-Az B-Bo Br-C D-Ep Er-Fe Fr-Gl Gn-Gz H-He He-Hz IJ K |
| L-Men Mes-N OPQ R S-Schu Schu-Sz Ta-Ti To-Tz U-Z |
|
Gnade - ausserbiblisch |
|
Dass es Gnade und auch
die (übernatürliche) Gnade der Gotteskindschaft ausserhalb des Christentums
gibt, ist ausser Zweifel. Klemens XI. verurteilte die These des Paschasius
Quesnel, dass ausserhalb der Kirche keine Gnade gewährt werde (1713). Vorher
schon hatte Innozenz X. die jansenistische Auffassung verurteilt, dass
Christus nur für die Auserwählten gestorben sei (1653). Wenn Gott das Heil
aller Menschen will (1 Tim 2,4) und sein Heil Gnaden-Geschenk Gottes ist,
muss das Heilsangebot grundsätzlich an alle Menschen gehen. In diesem Sinn
sagt LG 16: „Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld
nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des
Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade in der Tat zu
erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen". Da Heil Glaube und Glaube
Offenbarung voraussetzt, erhebt sich die Frage, wieweit es Offenbarung
ausserhalb des Christentums gibt. Mancher denkt an die Uroffenbarung. Thomas
v. Aquin sagt allgemein, dass derjenige, der „das Seine" tut, gerettet
werde. Kirchl. Dokumente sprechen von „Saatkörnern des Wortes" in den
nichtchristl. Traditionen. LG 8 sieht in den Religionen „vielfältige
Elemente der Heiligung und der Wahrheit". DV 2 spricht von Kontinuität des
Offenbarungsgeschehens und verknüpft Werk- und Wortoffenbarung für den
gesamten Verlauf der Heilsgeschichte; die eigentliche Tiefe und die Fülle
der Offenbarung allerdings seien erst durch Christus gekommen. Damit
unterscheiden sich Christentum und die übrigen Religionen voneinander, die
Offenbarung aber ist nicht ausschliesslich auf das Christentum (und
Judentum) beschränkt. Die Zentralität Christi im göttlichen Heilsplan (und
der Kirche, die sein Leib ist) führt zu der Frage, wieweit Gnade ausserhalb
der Kirche Gnade Christi (bzw. der Kirche) sei. Die Theologie hilft sich mit
der These vom „Votum Ecclesiae", das nach einer Entscheidung der
Glaubenskongregation nur implizit zu sein braucht, aber die vollkommene
Liebe erfordert (DS 3872). Paul VI unterstrich, dass die Menschen durch
Gottes Barmherzigkeit „auf anderen Wegen" als dem des Evangeliums gerettet
werden können, fügte aber hinzu: „Wie aber können wir uns retten, wenn wir
aus Nachlässigkeit, Angst, Scham ... oder infolge falscher Ideen es
unterlassen zu verkünden?" (EN 80). |
Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
Beste Internetadressen Multimedia Kunst Zukunftsdeutung & Astrologie Esoterik & New Age Traumdeutung
Magie & Märchen & Mystik Grenzwissenschaften Hexenwesen Dunkles im Netz Parapsychologie & Okkultismus etc.
Religion & Spiritualität Alte Kulturen UFO`s & Phänomene Meditation, Licht, Fortleben
Heilmethoden, -therapien, Wellness Aus-, Weiterbildung & Organisationen
Esoterisch-spirituelle Lexika Lexikon der Parapsychologie Lexikon der Esoterik