| Religionen |
| A-Ani Ant-Az B-Bo Br-C D-Ep Er-Fe Fr-Gl Gn-Gz H-He He-Hz IJ K |
| L-Men Mes-N OPQ R S-Schu Schu-Sz Ta-Ti To-Tz U-Z |
|
Geist/Heiliger Geist - neutestamentlich |
|
Im Neuen Testament spielt
die Rede vom Heiligen Geist eine zentrale Rolle, denn er wird als eschatologische
Gabe erfahren (Pfingstgeschehen), die Gott seinem Volk durch den
verheissenen Messias, Jesus Christus, schenkt, damit es durch den Glauben an
den Herrn aus der Knechtschaft von Sünde, Schuld und Tod befreit wird
(Paulus) und sein Heil erlangen kann. Alle Reflexion über das Wirken des Heiligen
Geistes ruht auf der Erfahrung seiner Gegenwart auf und ist nur
verständlich, wenn die unlösbare Bindung der Pneumatologie an die
Christologie beachtet wird. Denn der Herr, empfangen durch den Heiligen Geist und
getauft mit dem Heiligen Geist, sendet den Heiligen Geist nach seiner Auferweckung und
Erhöhung vom Vater her, so dass der Geist Gottes nicht mehr allein im Sohn,
sondern in allen Glaubenden wirkt, auf das ganze Gottesvolk ausgegossen
wird. Der HI. Geist, der als Geist Jesu Christi bezeichnet werden darf,
unterscheidet sich vom menschlichen Geist, dem er geschenkt wird zur
Vergebung der Sünden, so dass der Mensch seine Angewiesenheit auf den HI.
Geist erkennt, ohne den er seine Vollendung, sein Heil nicht erlangen wird.
Der HI. Geist, der der Kirche Jesu Christi als Paraklet gesandt wird,
ermöglicht ihr den wirksamen Zuspruch der Vergebung der Sünden und somit
eine Vollmacht, die auch der Herr, begleitet von vielen Zeichen, im Hl.
Geist ausübte. Der HI. Geist ist im Gegensatz zum menschlichen Geist frei
von jeglicher Sünde, er ist der Geist der Heiligkeit, der den Sünder zur
Umkehr bewegt, ihn reinigt und heiligt, sofern sich der sündhafte Mensch
nicht widersetzt. Mit dem HI. Geist wird die Liebe Gottes in die Herzen der
Menschen ausgegossen, und das ermöglicht und bewirkt ein neues Leben nach
dem Geist, nicht nach dem Fleisch, ein Leben aus dem Glauben, der Liebe und
der Hoffnung (Paulus), das sich am Willen des Vaters ausrichtet, wie ihn uns
der Sohn geoffenbart hat. Das pneuma hagion verwandelt den ganzen Menschen,
macht seinen Leib zum Tempel des HI. Geistes, wandelt sein Denken, Wollen
und Handeln um, so dass er ganz aus der Gemeinschaft mit Christus heraus zu
leben vermag. In der Taufe wird der HI. Geist verliehen, der den Getauften
so mit dem Herrn verbindet, dass er mit ihm stirbt und auferweckt wird. So
steht der Hl. Geist für die bleibende Gegenwart und Wirksamkeit des erhöhten
Kyrios in seiner Kirche und ihren Gliedern, die sich in wort- und
zeichenhaftem Geschehen vollzieht. Der Hl. Geist schenkt die wirkliche
Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, ohne die alle Gotteserkenntnis und
-erfahrung unvollkommen und leer bliebe und der Mensch nicht wahrhaft Mensch
wäre. Nicht nur das Wirken Jesu Christi, sondern auch das Wirken des HI.
Geistes machen deutlich, dass Gott in der Geschichte der Menschheit handelt
und wirklich da ist, dass er im Sohn das Leben und den Tod des Menschen bis
in alle Tiefen hinein erfahren hat und auch weiterhin erfährt durch seinen
HI. Geist, der in uns wohnt und uns Gottes verlässliche Kraft, Hilfe und
Liebe zuteil werden lässt. Mit dem Auftreten Jesu Christi in der Welt und
dem Ausgiessen des HI. Geistes wird diese Geschichte in ihrer Zeitlichkeit
schon jetzt eschatologisch qualifiziert, bricht in ihr die Gottesherrschaft
schon jetzt an, wiewohl die Vollendung noch aussteht und für das Ende der
Zeiten erwartet wird. Damit ragt die Ewigkeit in die Zeit hinein, und eben
dies macht es möglich, dass der Mensch bereits in der Zeit, in seinem
irdischen Leben über sein Heil oder Unheil zu entscheiden vermag. Aufgrund
der Gegenwart des Hl. Geistes in der Welt ist die Zeit qualifiziert durch
die Zukunft Gottes, die der Grund unserer Hoffnung ist. In der Zeit bis hin
zur Parusie des Herrn ist der Hl. Geist der Beistand, um für alle
einzutreten, die Jesus nachfolgen als Kinder Gottes, die im Hl. Geist Gott
als ihren Vater rufen. Der Hl. Geist wird die Menschen bei der erhofften
Auferweckung von den Toten mit neuem Leben erfüllen, er wird sie mit Leib
und Seele in eine neue Existenzweise versetzen, in der sie Gott, der die
Liebe ist, schauen, wie er ist. Bis zu dieser Zeit der Parusie bleibt der
Hl. Geist in der Kirche Jesu Christi anwesend. Er schenkt ihr die Einheit
und ermöglicht ihre universale Sendung, die die Einheit der Menschheit mit
Gott zum Ziel hat. Diese Einheit kann aber nur so verstanden werden, dass
sie auch Vielfalt und Unterschiedenheit zulässt, wie es den vielfältigen
Gaben (Charismen) entspricht. Dieser Befund erlaubt es, von einer
Lebendigkeit und Fruchtbarkeit des Wirkens des Heiligen Geistes zu sprechen,
das nicht nur auf das Christentum beschränkt, sondern auch in anderen
Religionen angenommen werden darf. Zu seiner Erkenntnis bedarf es freilich
notwendig der „Unterscheidung der Geister". |
Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
Beste Internetadressen Multimedia Kunst Zukunftsdeutung & Astrologie Esoterik & New Age Traumdeutung
Magie & Märchen & Mystik Grenzwissenschaften Hexenwesen Dunkles im Netz Parapsychologie & Okkultismus etc.
Religion & Spiritualität Alte Kulturen UFO`s & Phänomene Meditation, Licht, Fortleben
Heilmethoden, -therapien, Wellness Aus-, Weiterbildung & Organisationen
Esoterisch-spirituelle Lexika Lexikon der Parapsychologie Lexikon der Esoterik