eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Religionen
A-Ani   Ant-Az   B-Bo  Br-C   D-Ep  Er-Fe   Fr-Gl   Gn-Gz   H-He   He-Hz   IJ   K
 L-Men  Mes-N   OPQ   R  S-Schu   Schu-Sz  Ta-Ti   To-Tz   U-Z
 

Busse - religionsphänomenologisch

Der Drang zu Busse und ihren Übungen äussert sich oft spontan, zunächst darin, dass man sich Peinigungen unterwirft, z. B. Fasten (in der Mani-Religion schon die Busse selber) und Abzapfen von Blut (aus Ohr oder Zunge: bei Azteken nach sexuellen Vergehen). Meist sind es Gewissensbisse und Angst vor möglichem Unheil, die zur Busse drängen. Weitere Motivationen zur Busse sind: pessimistische Grundstimmung (Azteken, Maya), Abwehr eines möglichen Fatums oder Zornes der Götter (homerische Epen), Sehnsucht nach ursprünglicher Reinheit (Sünde als Befleckung; Reinigungsriten, Gegenleistungen), Abschreckung. Neben der stellvertretenden Busse (Hindus büssen Vergehen früherer Existenzen) gibt es auch die Übertragung des durch Sünde verkehrten Zustands auf den Sündenbock, wo kollektive Schuld und individuelle Verfehlungen durch Davontragen aus der Welt geschafft werden (ähnlich im babylonischen Entsühnungsritual). Wird bei diesen Busshandlungen davon ausgegangen, dass der durch Sünde geschaffene Unheilszustand gebessert werden kann, so gibt es auch die Vorstellung von objektiver, gleichsam automatisch wirkender Vergeltung (Buddhismus), so dass der Mensch auf die Hilfe von ausserirdischen Mächten und Kräften angewiesen ist, die allein den verkehrten Zustand bessern; auch kann die Reue von der Überzeugung begleitet sein, dass der Mensch von sich aus das gestörte Verhältnis zu den Göttern oder numinosen Mächten nicht wiederherstellen oder ändern kann. Im Islam bewirkt Busse nicht tendenzielle Wiedergutmachung, sondern Bedeckung der Sünde und ihrer schädlichen Kraft, womit der durch die Schuld verkehrte Zustand unwirksam wird.
Zu Busse und Reue kommt es auch ohne persönliches Sündenbewusstsein. Erst wo Liebe zu Gott jeden Ritualismus übersteigt, findet innere Bekehrung statt. Je reichhaltiger hingegen Gebote und Verbote sind, desto zahlreicher sind die Busshandlungen, die aus spontan geäusserter oder normierter Busspraxis erwachsen. Stark ausgeprägte Bussübungen gibt es in den Mönchskreisen. Dem griech.-röm. Denken sind Busse bzw. paenitentia fremd. Zur Busse gehört zuweilen die Beichte (Mani, iran. Religion der Sassanidenzeit, jinistische und buddh. Mönche), als private (Ohren-)Beichte (z. B. Azteken) oder öffentliches Bekenntnis (kleinasiat. Religionen); hingegen wird die Busse kaum geübt im röm. und indogerm. Raum.
 


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik