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Buddhismus im Westen |
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Bereits die jesuitischen
Ostasienmissionare des 16./17. Jh., unter ihnen Franz Xaver (1506-1552) in
Japan und Matteo Ricci (1552-1610) in China, waren mit dem Buddhismus in
Berührung gekommen und haben Kenntnisse nach Europa vermittelt. Der
ungarische Nationalismus bewog Alexander Csoma de Körös im Jahre 1818, nach
Tibet aufzubrechen, um die Ursprünge seines Volkes zu finden, wo er 1823
ankam und die Klöster Westtibets, Ladakhs und Zanskars, die genauen
Übersetzungen des Pali-Kanons ins Tibetische sowie die Besonderheiten des
tibet. Buddhismus erstaunlich genau kennenlernte. E. Burnoufs „Introduction
a l'histoire du bouddhisme indien" (Paris 1844) stützt sich weitgehend auf
diese Daten. T. W. Rhys Davids, F. Max Müller u. a. gründeten 1881 die Pali
Text Society in England, Voraussetzung für die 1907 vorwiegend von brit.
Intellektuellen gegründete „Buddhist Society of Great Britain and Ireland".
H. S. Olcott und H. P. Blavatsky, die 1875 die Theosophische Gesellschaft in
New York gegründet hatten, gingen 1880 nach Ceylon und traten aufgrund der
Begegnung mit Anagarika Dharmapala, der später den Buddhismus auf dem
Weltparlament der Religionen in Chicago 1893 vertrat, formell zum Buddhismus
über, was den buddh. Einfluss in Europa und Amerika verstärkte. Auch der
Zen-Mönch Shaku Soen kam 1893 nach Chicago und begründete den Zen-Buddhismus
in den USA. Asiat. Immigranten hatten bereits 1853 den ersten chin. Tempel
in San Francisco gegründet, aber erst die jap. Jodo-Shinshu-Mission
institutionalisierte den B. formell mit der Gründung der Buddhist Church of
America 1899 in San Francisco. Heute arbeiten über 100 buddh. Missionen
aller Schulen sowohl ethnisch-asiat. als auch okzidentaler Ausrichtung in
den USA. D. T. Suzuki lehrte 1897 erstmals in den USA, Sasaki Shigersu Röshi
gründete 1931 das erste permanente Zen-Institut in New York. In den 50er
Jahren erlebte Zen vornehmlich durch die Bücher D. T. Suzukis grossen
Aufschwung und durch die Gründung neuer Zentren (Los Angeles 1956, San
Francisco 1959, Rochester 1966). Seit den 70er Jahren gibt es anerkannte
amerik. Zen-Meister. Die jap. buddh. Bewegungen Soka Gakkai und Rissho
Koseikai missionieren vor allem in den USA und Südamerika, aber auch in
Europa, erfolgreich. |
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