eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Religionen
A-Ani   Ant-Az   B-Bo  Br-C   D-Ep  Er-Fe   Fr-Gl   Gn-Gz   H-He   He-Hz   IJ   K
 L-Men  Mes-N   OPQ   R  S-Schu   Schu-Sz  Ta-Ti   To-Tz   U-Z
 

Hinayana-Buddhismus

Als „Kleines Fahrzeug" (Hinayana) wurde von den Vertretern des späteren Mahayana, des „Grossen Fahrzeugs", die Frühform des Buddhismus bezeichnet. Heute hat das Wort seinen diskriminierenden Ton weithin verloren, so dass es auch von seinen Anhängern gebraucht wird.
Als einzige Form des frühen Buddhismus hat die Theravada-Schule überlebt. Obwohl sie sich als direkte Weiterführung des ursprünglichen Hauptstammes des Sthaviravada, der „Lehre der Ältesten", der angenommenen Urform des Buddhismus, versteht, kann die Theravada-Schule nicht ohne weiteres mit dem postulierten Ur-Buddhismus gleichgesetzt werden; wie andere Schulen ist sie eine Weiterentwicklung dieses Ur-Buddhismus, eine Schule neben anderen. Die Tradition spricht von 18 Schulen, Bareau setzt sich mit der Frage der Existenz und Lehre von 34 Schulen auseinander. Die bedeutendsten Spaltungen werden mit den sogenannten buddhistischen Konzilien von Rajagrha (483 v. Chr., bald nach dem Tod des Buddha), Vaisali (383 v. Chr.) und Pataliputra (Mitte des 3. Jh.v. Chr.) in Verbindung gebracht.
Die Hauptlinie der Schulenbildung verlief in etwa wie folgt: vom Stamm der Sthavira trennte sich die Schule der Mahasamghikas, der „Vertreter der Grossen Gemeinde". Gegenüber der rigorosen Partei der Sthavira vertraten sie eine grosszügigere Interpretation der Ordensregeln, stellten die Heiligkeit der Arhats in Frage und sahen für die Laien grössere Heilschancen, als dies früher üblich gewesen war. Den Buddha erhoben sie zu einer überweltlichen (lokottara) Position und setzten damit erste Akzente der später entwickelten Buddhologie des Mahayana-Buddhismus
Der Sthavira-Stamm verzweigte sich weiter in die Schulen der Vibhajyavadin und der Sarvastivadin (die sagen: „alles existiert“) wobei die erstere die ursprüngliche Linie weitertradierte. Das Anliegen der Sarvastivadin war die Lösung des Problems der Kontinuität des Karma und der moralischen Verantwortung bei gleichzeitiger Leugnung jeder Vorstellung eines permanenten Personkerns. Während die ältere Schule den unpersönlichen Daseinselementen (dharma), aus denen die Welt und die Persönlichkeit sich zusammensetzen, nur eine momentane Existenz zuschreibt und sie im Augenblick des Entstehens schon wieder vergehen lässt, um die folgenden dharma entstehen zu lassen, vertraten die Sarvastivadin die Meinung, dass die dharma unvergänglich sind, in der Vergangenheit wie in der Zukunft existieren, in der Gegenwart wirksam sind und so die Aufeinanderfolge von Ursache und Ergebnis ermöglichen. Die auf dem indischen Subkontinent verbliebenen Vibhajyavadin wurden die Mahisasaka, während ihre Vertreter auf Sri Lanka sich zu den Theravadin entwickelten. Als einzig überlebende Schule des frühen Buddhismus ist der Theravada-Buddhismus heute die prägende Religion von Südostasien.
Bei den Kontroversen, die dann zur Schulenbildung und Spaltung führten, ging es einmal um praktische Fragen der Ordenszucht und zum anderen um spekulative Fragen wie das Wesen des Buddha, der Jünger, der Welt, um Ontologie und Erkenntnis. Das Ergebnis dieser oft sehr spitzfindigen Spekulationen fand seinen Niederschlag im Abhidharmapitaka, der dritten der grossen kanonischen Sammlungen, in der die ganze greifbare Wirklichkeit analysiert und auf die Grundelemente zurückgeführt wird.
Allen Schulen war gemeinsam das Gefühl für die Vergänglichkeit und letzte Hohlheit oder Substanzlosigkeit und damit Leidhaftigkeit der empirischen Welt; gemeinsam war allen die Suche nach dem Zustand jenseits dieser so beschaffenen Welt, dem Nirvana; gemeinsam war die Überzeugung, dass zur Erlangung dieses Zustandes nur Einsicht in die Wirklichkeit der Welt führen kann, Weisheit, die durch Meditation und Versenkung zu gewinnen ist, ein Weg, der fast ausschliesslich den weltabgewandten Mönchen vorbehalten ist. Dementsprechend wurde das Ideal der Vollkommenheit im völlig erleuchteten Mönch, dem Arhat, gesehen, der mit seinem Tod in den Zustand des endgültigen Nirvana eingeht.
 


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik