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Böses - in China |
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Das transzendente Böse
ist dem chinesischen Denken fremd, es existiert nicht unabhängig; es ist
kein konstituierendes Element der chinesischen Moralvorstellungen („Das, was
man Böse nennt, ist nicht ursprünglich böse"). Im Zusammenhang mit der
Konzeption des Menschen spricht man jedoch von der guten bzw. bösen
menschlichen Natur. Das Böse und das Leid sind dann entsprechend Ergebnis
der Nicht-Kultivation der (guten) menschlichen Natur, sie sind das Fehlen
der Vollkommenheit. Obwohl die Polarität von Yin und Yang im chinesischen
Denken nicht als Gegensatz von Sein/Nichtsein, Gut/Böse verstanden wird,
könnte man das yin (das Negative, Feminine, Dunkle, Kalte) mit dem Bösen,
dem Unglücklichen und dem Tod assoziieren. Da der Mensch für die Harmonie
des Universums, d.i. die Balance von yin und yang, verantwortlich ist,
entsteht Disharmonie, wenn er dieser Verantwortung nicht nachkommt. Auch der
philosophische Begriff shih - fei (wahr - falsch) besitzt im Chinesischen
gewisse moralische Konnotation (gut - böse). |
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