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Auferstehung - christlich

Der Begriff Auferstehung, verbal „auferstehen/auferwecken/erheben", umfasst einen Sachverhalt, der mit Auferstehung „aus Toten"/ „der Toten" nur unvollkommen erschlossen ist. Christlicherseits gewinnt die Aussage von der Auferstehung ihre Bedeutung vom Bekenntnis zur Auferstehung Jesu her. Es beinhaltet, dass Jesus tot war, wobei dies auf alttestamentlichem Hintergrund bereits theologisch qualifiziert ist, insofern die Sche'ol als Ort der Toten der Ort der Gottesferne und Machtlosigkeit des Menschen ist. So wird der Tod Jesu durch „er ist begraben worden" oder durch seinen Hinabstieg in das Totenreich ausgesagt. Religions-geschichtlich bedeutsam erscheint, dass das älteste Evangelium zwar das Phänomen Auferstehung kennt und auf die Auferstehung Jesu hinweist, aber schliesslich nur von einem leeren Grab zu berichten weiss, das einer himmlischen Deutung bedarf. Um zum Bekenntnis der Auferstehung Jesu zu gelangen, genügt das leere Grab also nicht, auch wenn man es nicht als unhistorisch auffassen sollte. Der historische Grund, um das Bekenntnis auszusprechen, dürfte sich in den sog. Erscheinungsberichten und der in ihnen enthaltenen „ophthe“-Formel niedergeschlagen haben. Da die Auferstehungs-Aussage zunächst das Bekenntnis zu dem Gott bedeutet, der an Jesus gehandelt hat, sollte auch die „ophthe"-Formel übersetzt werden mit „er (Gott) hat ihn (Jesus) sehen lassen", was dann das „sich sehen lassen (Jesu)" beinhaltet. Die Formel dürfte auf alttestamentlichem Hintergrund entstanden sein, wo Gott oder sein „Engel" „sich sehen lässt", d. h. sich offenbart. Die Offenbarung des Gekreuzigten nach seinem Tod als Lebender lässt den Kreuzestod Jesu in einem neuen Licht erscheinen: Er bedeutet nicht das Scheitern, sondern die Bestätigung seines Anspruchs und die bleibende Gültigkeit seiner Person. Das darauf antwortende Bekenntnis seiner Jünger, „Gott hat Jesus auferweckt" (1 6,14; Apg 2,32), greift auf Begrifflichkeiten zurück, die Gottes geschichtliches (Ri 2, 16.1 und endzeitliches Handeln bezeichnen.
 


 

 

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