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Askese im jüdisch-christlichen Verständnis |
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Es ist manchen Wandlungen
unterworfen. Grundsätzlich gilt, dass der Glaube an Gott, den Schöpfer der
Welt und Bundesgott, den alttestamentlichen Menschen eine positive Beziehung
zu Welt, Leben, Besitz, Genuss, Sinnlichkeit und Sexualität gewinnen lässt.
Deshalb gibt es im alttestamentlichen Hebräischen kein Wort für Askese und
asketische Handlungen. Erst durch hellenische Einflüsse kommen im späteren
Judentum asketische und individuell-soteriologische Tendenzen auf. Die
Propheten nehmen eine kritische Haltung zu rein äusserlichen asketischen
Übungen ein. Im Neuen Testament gibt es das griechische Wort askein nur in
Apg 24,16, aber nicht im spezifischen Sinn. Gegenüber der asketischen
Erscheinung Johannes' des Täufers hebt sich die Lebensweise Jesu ab, er lebt
nicht „asketisch" (im negativen Sinn). Das „Verlassen von allem um des
Himmelreiches willen" bedeutet keine Abwertung der Welt, wohl aber
Verfügbarkeit für das Reich Gottes, Entscheidung für die radikale Nachfolge,
eschatologisches Zeugnis. Bei Paulus kommt die sakramentale Hineinnahme in
Tod und Auferstehung Christi durch die Taufe hinzu. |
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