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(wahrscheinlich
zusammengesetzt aus griech. chemeia - Chemie mit dem arab. Artikel al)
Entstand im 2./3. Jh. n. Chr. im griechisch sprechenden Ägypten. Sie
erforschte die Verwandlung unedler Metalle in edle, vor allem auch die
direkte Erzeugung von Gold und Silber.
Grundlage der Alchemie war die philosophische Lehre von den vier Elementen
(Erde, Wasser, Feuer, Luft), zu denen Aristoteles als fünftes Element den
Äther zählte und annahm, dass sich die vier erstgenannten in allen Körpern
gemischt vorfänden. Er glaubte - allerdings ohne es beweisen zu können -,
dass diese Elemente aufgrund innerer Wesensveränderung und chemischer
Verbindung ineinander übergehen könnten.
Im 4./5. Jh. n.Chr. erlebte die Alchemie bes. in Alexandrien ihre Blütezeit.
Es vermischten sich griechisch-neuplatonische Weltanschauung, gnostische
Mystik und frühchristliche Philosophie mit der uralten alchemistischen
Lehre.
Durch Kontakte zwischen der arabischen und der christlichen Kultur wurde die
Alchemie im 12./13. Jh. im Abendland bekannt. Gelehrte des Mittelalters wie
R. Bacon, Albertus Magnus und Thomas v. Aquin beschäftigten sich mit der
Alchemie. Später entstanden Gemeinschaften von Eingeweihten, die die
Alchemie als Bekenntniswissenschaft ausübten und ihr die Deutungen der
Geheimnisse von Zeugung, Tod und ewigem Leben zu entnehmen versuchten. Die
Alchemie wurde zur Geheimwissenschaft, bediente sich absichtlich immer
dunkler werdender Darstellungsweisen in ihren Schriften und war eng
verknüpft mit der Astrologie.
Die Alchemie, deren Vertreter auf der Suche nach dem „Stein der Weisen", mit
dessen Hilfe unedle Metalle in Gold verwandelt werden sollten, durch ihre
chemischen Experimente zahlreiche Entdeckungen (Alkohol, Porzellan,
Phosphor) machten, ist die Vorläuferin der späteren Chemie.
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