eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Alchemie, Geheimlehren, Mantik, Sterndeutung, Zauberkunst
A   BC   DEF   GH   IJK   LM   NOPQR   S   TUVWZ
 

WÜNSCHELRUTE, früher auch Glücksrute, Wickerute,

Wahrsagerute, lateinisch virgula divinatoria od. mercurialis
Ein noch heute wissenschaftlich umstrittenes Hilfsmittel der Wassersucher, einst von Bergleuten und Schatzsuchern sehr geschätzt. Bei Agrippa von Nettesheim wird die Wünschelrute noch nicht erwähnt, sondern erst bei Paracelsus und Basilius Valentinus. Es handelt sich meist um einjährige Astgabeln aus Haselstauden, die der Rutengänger an den Enden hält; über »Wasseradern«, Erzgängen, vergrabenen Schätzen soll die Wünschelrute in den Händen ihres Trägers zu zucken oder »auszuschlagen« beginnen. Auf diese Weise soll es auch möglich sein, die Tiefe des Gesuchten genau festzustellen.
»In den Gruben ist ein eigener Bedienter bestellet, den man den Ruthengänger nennet, und der nach der Anweisung der Ruthe die Arbeit angiebet. Es ist aber zu mercken, dass es mit solchem Ruthengehen ein ungewiss Werkk sey, indem es nicht sowohl die Natur der Ruthe, als des Menschen selbst ausrichten soll, und die Ruthe nicht in aller Menschen Händen schläget, auch nicht alle Ruthen bey einem jeden Menschen, auch nicht zu allen Zeiten, noch auf alle Ertze. Bey einem schläget sie allein auf findige Gänge, bei einem andern auf alle Klüffte, und nicht auf Ertze allein, sondern auch auf Wasser... Die natürliche Würckungder Ruthen soll von den metallischen Aufdämpffungen herkommen, die das Holtz auf gleiche Weise bewegen, wie die Magnetnadel nach dem Norden gezogen wird. Anjetzo werden Ruthen von messingenem oder eisernen Drate gemacht... Es ist auch dabei viel Aberglauben, mit Seegensprechen bey dem Zurichten, und mit Befragen bei dem Gebrauche, da man vornehmlich bei Erforschung verborgener Schätze nicht nur die Art des Metalles, sondern auch, wie tief es liege, wie viel es sei, ob es von Geistern bewahret werde... erkundigen will... Und wird heut zu Tage... diese Art und Weise, die natürlichen Schätze oder die Adern und Gänge der Ertze in der Erde ... öffentlich gedultet..., dafern nur sonst keine verbotene oder zauberische Mittel dabei gebraucht werden«, nach Zedlers Lexikon. Görres neigt dazu, die Wünschelrute als dämonisches Zaubermittel zu betrachten und nennt Fälle, wo sie bei »Absage an den Teufel«, Anrufung Gottes, Empfang der Sakramente usw. ihren Dienst einstellte. Sie wurde unter anderem zum Herausfinden von Dieben, ebenso von Häusern, worin die Moral verletzt wurde, zur Klärung der Echtheit von Reliquien usw. verwendet. Sie war demnach in erster Linie ein Wahrsage-Gerät. Meist hielt man die Wünschelrute für eine Äusserung der magia naturalis. Ausführlich, aber eher skeptisch, beschreibt Flemming in seinem »Vollkommenen Teutschen Jäger« seine Erfahrungen mit einem Rutengänger. »Am wunderlichsten kam mir vor, dass er diese Ruthe auch zu andern Sachen gebrauchte, und sie seine Frage Ruthe titulierte. Er gab ihr allerhand wunderliche Quaestiones vor, deren Antwort aber nicht allezeit eintraf. Es kam mir manches... verdächtig vor, indem er bei dem Ausschneiden ein Gebetlein sprach, die Geister conjurirte, und das Göttliche Wort missbrauchte«. Nach der Ansicht von K. v. Eckartshausen wird die Wünschelrute von den Dünsten der Metalle, die im Erdinnern »gezeuget werden«, wie von Ketten angezogen, oder diese Ausdünstungen ziehen sie nach unten, »wie es die magische Materie mit einer eisernen Nadel macht«. Es gebe »unter den Leuten, die durch die Wünschelrute wahrsagen, meistenteils Betrüger: unterdessen wäre es aber auch ein Vorurteil, wenn man solche Wirkungen vollkommen verwerfen wollte«. Noch heute ist nicht geklärt, ob es sich etwa beim Wassersuchen mit Hilfe der Wünschelrute um ein natürliches Phänomen, um eine Äusserung paranormalen Wissens oder um Selbsttäuschung handelt. Eine eindeutige Erfassung der Realität des »Rutenphänomens« ist wissenschaftlich bisher noch nicht gelungen. Die Möglichkeit einer »paranormalen Informationserfahrung« wird besonders dann diskutiert, wenn etwa »Entdeckungen nicht vor Ort, sondern anhand einer Landkarte« gemacht werden.
Häufig wird die Stelle im alten Testament, an der von Moses die Rede ist, der den Kindern Israels mit Hilfe seines Stabes in der Wüste Wasser aus dem Felsen schlägt, als Hinweis auf die Wünschelrute gedeutet, die danach in alten Quellen auch »MoysesRuthe« heisst.

 

 

 

 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik