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WETTERZAUBER |
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Der keinen unmittelbar
erkennbaren Regeln folgende Wechsel des Wetters, besonders das Eintreten von
Unwettern, Hagelschauern usw. beschäftigte die Phantasie des Menschen wohl
schon seit Urzeiten. Der Gedanke, böses Wetter feindlichen Mächten
zuzuschreiben, ist naheliegend. Wetterzauber in Nordwesteuropa wird schon
bei Pomponius Mela erwähnt. Im Norden sollen, späteren Berichten zufolge,
vor allem die Lappen geübte Wettermacher gewesen sein, die Seeleuten
günstigen Fahrtwind verkauften. Die Prozedur des Wetterzaubers wird häufig
so geschildert, »... dass die Wetter Macherinnen Wasser in einen Kessel
giessen und Feuer darunter machen; nachgehends, wenn das Wasser siedend, mit
einem Koch Löffel dasselbe beständig herum rühren, und einige Zauber Worte
dazu zu sprechen pflegten, wodurch der Himmel trübe, und Hagel und Sturm
dadurch gemacht und zu wege gebracht werde«, nach Zedlers Lexikon. Viele
Volkssagen haben diese Ansicht erhalten, der zufolge die Hexen auch »Wetter
sieden, Schauer rühren«, »Wolken schieben« und tot oder verwundet
niederstürzen, wenn mit einer geweihten Kugel in die Unwetterwolken
geschossen wird. |
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