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VITRIOL

Alchemistisches Symbolwort für den Prozess der Transmutation, nach Basilius Valentinus gebildet aus den Anfangsbuchstaben der sieben Wörter »Visita Inferiora Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem«, das heisst suche das Untere der Erde auf, vervollkommne es und du wirst den verborgenen Stein finden. Im chemischen Sinne ist Vitriol die alte Bezeichnung aller wasserlöslichen schwefelsauren Salze von zweiwertigen Schwermetallen, etwa von Zink, Kupfer, Eisen, Kobalt, Nickel, und andere. Vitriol-Öl ist die alte Bezeichnung der Schwefelsäure. Zedlers Lexikon nennt noch folgende Bezeichnungen: Filius unicus, Leo oriens, Atramentum, Sal astrale, Sal centrale omnium rerum mineralium usw.. Die Vitriol-Formel wird hier etwas abweichend zitiert: Visitetis Interiorae Terrae Rectificando, Invenietis Occultum Lapidem, Veram Medicinam. Bei Zedler wird deutlich, dass der Ausdruck Vitriol vieldeutig ist und man vielfach nicht weiss, was die Alchemisten »eigentlich beleget haben«. Er zitiert Heinrich Pantaleon, der sich für die Beachtung der symbolischen Bedeutung des Wortes einsetzt: »Die nächst erwehlte Materie der gemeinen Alchymisten ist vor etlichen Jahren gewesen: der Vitriol oder das Kupferwasser in seiner ganzen Substanz; dass sie aber nichts herausgebracht, ist die Ursache, weil sie alles von gemeinen Vitriole verstanden... Sie haben aber, was das vorgenommene Werk magnum opus angelanget, zwar eine Tinctur bekommen, aber für Tücher, und nicht auf die Metalle, und zum Endzwecke Kupfer an statt des Goldes, dieweil sie das Visitando Interiora Terrae nicht besser verstanden«. Über anagrammatische Umbildungen des Wortes Vitriol Materia Prima. »Weisser Vitriol« wurde meist für das Bittersalz, M9S04, gebraucht, das medizinisch ähnlich wie das Glaubersalz als Abführmittel verwendet wird. Bei Lippmann ist 1919, Vitriol als »unreines, eisenhaltiges Kupfersulfat aus zersetztem Pyrit« beschrieben.

 

 

 

 

 

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