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TISCH |
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Als Objekt magischer, besonders mantischer Operationen: bereits bei Tertullian ist von weissagenden Tischen die Rede. Dreifüssige Tische wurden magisch präpariert, zu Bewegungen durch übernatürliche Mächte veranlasst und ihre Ortsveränderungen durch einen Schreibapparat aufgezeichnet. Philostratus, Biograph des Apollonius von Tyana, berichtet, dieser habe in Indien 'sprechende Tische' gesehen: Bonin 1978. Auf diese Operationen könnte die in jüdischen Schriften des 17. Jahrhunderts erwähnte Sitte des »Tisch-Aufgehens« zurückgehen, beschrieben unter anderem in dem Pamphlet »Jüdischer abgestreifter Schlangenbalg« des Samuel Friedrich Brentz, Oettingen 1614, und in der Apologie »Jüdischer Theriac« des Salomon Zwi, Hannover 1615, wo es heisst, das Tisch-Aufgehen gehe nicht auf Zauberei und Teufelswerk (maaseh schedim) zurück, sondern es würden dabei heilige Lieder gesungen, daher handle es sich um praktische Kabbala. Ein Brief von Chr. Arnold und Joh. Chr. Wagenseil 1674 erzählt von einem durch Steine im Gewicht von 4 Zentnern beschwerten Tisch, der sich in die Höhe hob, als jüdische Studenten heilige Namen sprachen. Im 19. Jahrhundert wurde diese magische Kunst im Spiritismus in Verbindung mit nekromantischen Operationen neu belebt. |
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