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Alchemie, Geheimlehren, Mantik, Sterndeutung, Zauberkunst
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THOMAS VON AQUINO, »doctor angelicus« oder »universalis«

Geboren circa 1225 als Sohn des Grafen von Aquino auf Schloss Roccasecca, gilt in theologisch-philosophischer Hinsicht als der grösste Systematiker des Mittelalters, der »die prinzipielle und methodische Aristotelisierung« durchführte, so Geyer 1927. Er wurde in Monte Cassino und in Neapel erzogen, wo er schon in früher Jugend dem Dominikanerorden beitrat. In Köln war Albertus Magnus sein Lehrer. Thomas wirkte als Lehrer der Theologie in Paris, Orvieto, Viterbo und Rom, dann wieder in Neapel und starb 1274 auf der Reise zum Konzil von Lyon.
Im Rahmen seines ungeheuren Schaffens finden sich auch Stellen, die sich auf Magisches beziehen, etwa seine Schriften »De occultis operationibus«, »De mixtione elementum«, »De iudiciis astrorum«. Den Einfluss der Gestirne auf das Irdische leitet er aus dessen Veränderlichkeit, angesichts der im Makrokosmos herrschenden ewigen Gesetze, ab und äussert sich über Alchemie widerspruchsvoll, in der »Summa theologiae« jedoch erwähnt er, dass durch Tingierung hergestelltes Gold für den Handel ebenso geeignet sei wie natürliches. Dennoch war Thomas nach allgemeiner Ansicht ebenso wenig wie Albertus Magnus selbst praktizierender Alchemist. Die Dämonen hatten seiner Ansicht nach die Fähigkeit, einerseits die menschlichen Sinne zu verblenden, andererseits auch die Materie selbst zu verändern. Auch von der Realität des Hexenwesens ist Thomas überzeugt, wie zahllose Zitate im Malleus maleficarum beweisen. Dieser Glaube wirkte sich jedoch später verhängnisvoll aus, da seine Werke von den Verteidigern der Ansicht einer real die Menschheit bedrängenden Dämonenwelt als hohe Autorität für die Durchführung der Hexenverfolgung zitiert wurden, was Thomas bestimmt nie beabsichtigt hatte. Angesichts seines übrigen Schaffens sind diese Exkurse in die Welt des Magischen jedoch nur winzige Randphänomene, anders als bei seinem Zeitgenossen Roger Bacon, der ihnen weit grössere Bedeutung beimass. Thomas wurde schon 1323, fast 600 Jahre vor seinem Lehrer Albertus, heiliggesprochen.

 

 

 

 

 

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