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Alchemie, Geheimlehren, Mantik, Sterndeutung, Zauberkunst
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THEURGIE

Magie mit Hilfe guter Geister oder Engel, eine andere Bezeichnung der »weissen Magie«, als Gegenstück der »schwarzen Magie» oder Goetie. Der Grundgedanke, auf mystisch-magische Wege mit der Gottheit näherstehenden Geisteswesen in Kontakt zu treten und sich ihrer Hilfe zu versichern, taucht bereits in gnostisch-neuplatonischen Schriften der Spätantike auf und wird besonders in den hermetischen Schriften gepflegt. Theurgisch ist zum Teil auch die Bemühung, mit den Planetengeistern Verbindung herzustellen. Zedlers nennt unter den Theurgen Petrus Aponensis, Agrippa von Nettesheim, Valentin Weigel, Giordano Bruno, John Dee, Jean Belot, Giuseppe Francesco Borri, Michael Psellos und Paracelsus, ebenso Trithemius. Hier wird zwischen mystischer Theologie und Theurgie unterschieden. Im Hinblick auf den »para-religiösen« Aspekt der Alchemie fasste der Medizinhistoriker K. Sprengel auch diese als einen Zweig der Theurgie auf, »aus ihr hervorgegangen unter gnostischen und neupythagoräischen Einflüssen«.
»Der Theurg sucht die Nähe und Hilfe von der Gottheit näherstehenden Wesen. Neben dem geistig-mystischen Weg an diese Zwischenwesen tritt als materielles Korrelat die Magie. In dieser mystisch-magischen Verflechtung werden manchmal Ereignisse als historisches Faktum überliefert, die wir heute der Parapsychologie zurechnen. Beispielsweise waren für Dee die Engel, die ihn entfernte oder künftige Dinge sehen liessen, eine Realität. Im naturvolklichen Bereich können schamanistische Praktiken analog zur Theurgie betrachtet werden«, nach Bonin 1978.
Die Theurgie basierte auf der Kenntnis der geheimen Namen übernatürlicher Wesen, der rechten Stunde für ihre Beschwörung, der richtigen Wahl von Kleidung, Räucherwerk und Art der Anrede sowie in dem Wissen, auf welche Weise die zitierten Geister dem Magier dienlich sein konnten. Eine theurgische Beschwörung, die in die Weltliteratur einging, ist etwa die des Erdgeistes in Goethes Faust. Die Beschwörungsriten der volkstümlichen Zauberbücher sind hingegen mehr goetischer als theurgischer Natur. Zedlers Lexikon nennt als Hauptquelle D. Johann Ernst Floerckens »Commentarium de crimine conjurationis spiritum«, 1721.

 

 

 

 

 

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