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THEURGIE |
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Magie mit Hilfe guter
Geister oder Engel, eine andere Bezeichnung der »weissen Magie«, als
Gegenstück der »schwarzen Magie» oder Goetie. Der Grundgedanke, auf
mystisch-magische Wege mit der Gottheit näherstehenden Geisteswesen in
Kontakt zu treten und sich ihrer Hilfe zu versichern, taucht bereits in
gnostisch-neuplatonischen Schriften der Spätantike auf und wird besonders in
den hermetischen Schriften gepflegt. Theurgisch ist zum Teil auch die
Bemühung, mit den Planetengeistern Verbindung herzustellen. Zedlers nennt
unter den Theurgen Petrus Aponensis, Agrippa von Nettesheim, Valentin
Weigel, Giordano Bruno, John Dee, Jean Belot, Giuseppe Francesco Borri,
Michael Psellos und Paracelsus, ebenso Trithemius. Hier wird zwischen
mystischer Theologie und Theurgie unterschieden. Im Hinblick auf den »para-religiösen«
Aspekt der Alchemie fasste der Medizinhistoriker K. Sprengel auch diese als
einen Zweig der Theurgie auf, »aus ihr hervorgegangen unter gnostischen und
neupythagoräischen Einflüssen«. |
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