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TABULA SMARAGDINA, die Smaragd-Tafel |
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Nach alchemistischen Legenden das »Testament des Hermes Trismegistos, das in der Cheopspyramide gefunden worden sein soll: ein Text, der die Lehre von den magischen Entsprechungen im alchemistischen Sinne zum Inhalt hat. Die in den hermetischen Büchern genannte Version ist wohl frühmittelalterlich, doch gibt es Parallelen zu Texten aus den Leydener Zauberpapyri, die ein hohes Alter glaubhaft machen. Der Text lautet in Übersetzung etwa: »Wahr ist es, ohne Lüge und sicher: was oben ist, ist gleich dem was unten ist, und was unten ist, ist gleich dem, was oben ist fähig, die Wunder des Einen auszuführen. Und wie alles aus Einem stammt, durch das Denken des Einen, rührt auch alles Gewordene durch Angleichung aus diesem Einen. Die Sonne ist sein Vater, der Mond seine Mutter. Der Wind hat es in seinem Leibe getragen, die Erde ist seine Nährmutter. Dies ist der Vater aller Vollkommenheit. Ohne Grenze ist seine Kraft, wenn sie sich der Erde zuwendet. Trenne die Erde vom Feuer, das Feine vom Groben, sanft und voll Sorgfalt. Von der Erde steigt es zum Himmel empor und steigt wieder herab auf die Erde, um die Kraft des Oberen und des Unteren in sich aufzunehmen. So wirst du den Ruhm der ganzen Welt erlangen, alle Dunkelheit wird von dir weichen. Hier ist die Kraft der Kräfte, die alles Feine überwindet und in alles Grobe eindringt: so wurde die Welt erschaffen, davon kommen die wunderbaren Angleichungen, deren Wesen hier mitgeteilt ist. Darum nennt man mich den Dreimalgrossen Hermes, der ich die drei Teile der Weltphilosophie besitze. Es hat sich erfüllt, was ich über der Sonne Wirken ausgesagt habe«. Sehmieder fasst den Text 1832 als Hinweis auf die Destillation auf: »... dass von der Scheidung die Rede sei, ferner von Behandlung der Körper mit Feuer, endlich von einem Aufsteigen und Niederfallen verschiedener Teile. Das Alles lässt sich ganz ungezwungen auf die Erscheinungen der Destillation deuten. Wohl lässt sich denken, dass man die Wirkung der Destillation anfänglich überschätzt und den Erfinder derselben vergöttert habe«. Holmyard 1968, S. 99, erwähnt die Tradition, welche die T. S. auf den Neupythagoräischen Wundertäter Apollonius von Tyana zurückführt, wobei der Text wohl über Syrien und den islamischen Kulturraum Europa erreicht habe. |
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