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SPEE von Langenfeld, Friedrich, geboren 1591 zu Kaiserwerth, gestorben 1635 zu Trier |
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Spee, der Jesuit war und unter anderem 1627-32 als Beichtvater der in Würzburg verurteilten Hexen wirkte, wird heute meist als Dichter erwähnt. Geistesgeschichtlich wesentlich bedeutsamer ist jedoch sein erschienene »Cautio criminalis, seu de processibus sagas liver«. Spee bekennt sich in diesem Werk als überzeugter Gegner der Hexenprozesse, ähnlich wie Wierus, und meint: der einzige Grund, warum nicht alle Menschen als Zauberer gelten, liege darin, dass nicht alle der Folter unterworfen würden. Selbst der Papst, von einem Inquisitor befragt, würde sich schliesslich als Zauberer bekennen. »Feierlich schwöre ich darauf, dass unter den vielen, die ich wegen angeblicher Hexerei zum Scheiterhaufen begleitete, nicht eine war, von der man alles genau erwogen hätte sagen können, sie sei schuldig gewesen; das gleiche teilten mir zwei andere Theologen aus Erfahrung mit«. Ein anderer, weniger bekannter Bekämpfer des Hexenglaubens, Adam Tanner, war wie Spee Jesuit. In seiner »Theologia scholastica« äusserte er schwere Bedenken gegen die Praxis der Hexenprozesse und machte Vorschläge zu ihrer Milderung. Der Kampf gegen den Hexenglauben wurde später von Thomasius weitergeführt. |
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