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SIMON MAGUS |
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Eine historische Gestalt aus der Apostelgeschichte des neuen Testaments, wird dort als samaritanischer Zauberer beschrieben, der von den Aposteln die von ihm offenbar für einen magischen Ritus gehaltene Macht mit Geld erkaufen wollte, durch Handauflegen die Kraft des Heiligen Geistes zu übertragen. Die Persönlichkeit des Simon Magus beschäftigte die Vorstellungswelt der »esoterisch« Interessierten seit der Spätantike stark. In den apokryphen Petrus-Akten ist davon die Rede, dass Simon Magus durch Zaubermacht durch die Luft zum Himmel aufsteigen wollte, auf ein Gebet des Petrus hin jedoch abstürzte und zerschellte. Daran knüpften sich viele Legenden, etwa »Seine Zauberkunst machte ihn bey Nero sehr beliebt, als welcher sich an den Blendwercken der Schwartzen Kunst sehr ergötzte. Daher passierte er bey ihm vor einen Gott, bis dass sein Tod entdeckte, dass er einer von den ärgsten Bösewichtern gewesen. Er gab gegen diesem Kayser vor, dass er an einem gewissen Tage gen Himel fahren wolte, welches verursachte, dass eine grosse Menge Volcks zusamen kam, um solches zu sehen. Da geschahe es nun, dass er sich würcklich durch der bösen Geister Hülffe in die Luft schwang; allein er fiel wiederum herab, zerbrach seine Beine und starb... Dieses soll im Jahr 66 oder 67 geschehen seyn, wofern anders die Erzehlung des Augustinus und Sulpitius Severus ihre Richtigkeit hat«, nach Zedlers Lexikon. In der pseudoklementinischen Literatur tritt Simon Magus als gnostischer Widersacher des heiligen Petrus auf, der mit Hilfe der Magie Wunderdinge vollbringt und unter anderem aus konzentriertem Pneuma einen Homunculus in Gestalt eines Knaben herstellt. Die unter dem Namen »Apophasis megale« zusammengefassten Schriften werden ihm als Sektengründer zugeschrieben. Im Mittelalter werden dem Simon Magus Zauberbücher zugeschrieben, so etwa das von Trithemius in seinem »Antipalus« erwähnte »Liber Simoni Mago«, das mit den Worten »Cum itaque essem in Iudaea« beginnt und viele eitle, abergläubische Dinge »durch die Macht der Dämonen« verspricht. Thurneysser nennt Simon Magus in seinem »wahrhafftigen bericht... Von der Magia, Schwartzen Zauberkunst« usw., 1591, den aller ärgsten Magus und verfluchtesten Zauberer. |
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