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SALEM, Stadt in Massachusetts (USA) |
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Im 17. Jahrhundert
Schauplatz berühmter Hexenprozesse, die wiederholt literarisch gestaltet
wurden und zeigen, dass der Hexenglaube auch in der Neuen Welt nicht
unbekannt war. Die Geisteswelt des Puritanismus mit ihrer Angst vor den
Fallstricken des Satans stellte in der Zeit von circa 1688-1700 den idealen
Nährboden für umfangreiche Verfolgungen dar, besonders durch die Predigten
und Schriften des Predigers Cotton Mather. Nachdem 1688 drei Personen wegen
Hexerei auf dem Scheiterhaufen starben, nahmen die Anschuldigungen ungeahnte
Ausmasse an. 19 Menschen wurden wegen Hexerei hingerichtet, 55 gestanden
nach Folterung ihre Schuld ein, und Giles Corey starb während der peinlichen
Befragung. Als 150 Personen eingekerkert und 200 der Hexerei verdächtig
waren, darunter Verwandte Cotton Mathers und die Frau des Gouverneurs Sir
William Phipps, führte sich der Hexenglaube selbst ad absurdum. Seine
Glaubwürdigkeit büsste er besonders durch das satirische Buch »More Wonders
of the Invisible World« von R. Calef ein, das ein Werk von C. Mather
ironisierte. Obwohl Mather darauf das Buch »Memorable Providences, Relating
to Witchcrafts and Possessions« verfasste und später Calef mit »Some Few
Remarks upon a Scandalous Book« replizierte, kann der Hexenglaube nach der
Wende zum 18. Jahrhundert in der Neuen Welt als weitgehend überwunden
gelten. |
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