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SABIER, auch Sabier oder Ssabier

Ursprünglicher Name einer halbchristlichen Sekte, die von den Moslimen seit Muhammed als Inhaber einer Offenbarung, wie Juden und Christen, anerkannt wurden. Als im Jahr 830 der Khalif Mahmun gegen Byzanz zog, erhielt er den Besuch der Einwohner von Carrhae in Mesopotamien, die sich als Sabier bezeichneten, um sich auf diese Weise die Toleranz des Islams zu sichern. Es handelte sich jedoch um syrische Gnostiker, die einem ausgeprägten Gestirnkult und magische Riten huldigten. Den Planetengeistern wurden hier wohl bis ins 9. Jahrhundert Menschenopfer dargebracht. Die Sabier sollen Pilgerzüge nach Ägypten, zu den Pyramidengräbern von Agathodaimon und Hermes Trismegistos unternommen haben; so schreibt der arabische Historiograph AI-Makrizi, die Bücher der Sabier erzählten, in den Pyramiden wären »Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte« verborgen, um es vor dem Untergang zu schützen. Die in den neueren okkultistischen Schriften häufige Pyramidenphantastik dürfte hier ihren Ursprung besitzen. Viele Symbole der Astrologie und Alchemie stammen von hier, vor allem enstprechend der Lehre, die Metalle wären Träger von Planetenseelen die Metallbezeichnungen, darüber hinaus das neuplatonische System der Lehre von den kosmischen Sympathien. Nach der Islamisierung der Sabier wurden ihre astrologischen und alchemistischen Lehren weitgehend von den Arabern übernommen und modifiziert. Der erste arabische Alchemist soll der Omaijadenprinz Chälid ibn-Jazid, Schüler des Morienes, gewesen sein. In den Texten dieser Zeit werden die Lehren der Sabier erwähnt. Sie wurden dem Abendland vor allem durch Maimonides vermittelt. Geistesgeschichtlich interessant sind die Rituale für die Götter der 7 Wochentage.
Die Eleksaiten, eine jüdisch-christlich-gnostische Sekte, sind »benannt nach ihrem Stifter Elxai, der 101 nach Christus im Ostjordanland auftrat. Mit jüdischen Bräuchen verband er Astrologisches. Seine Offenbarungen hinterliess er in einem von seiner Gemeinde hochgehaltenen Buch: Elxai« Bertholet 1985.

 

 

 

 

 

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