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Alchemie, Geheimlehren, Mantik, Sterndeutung, Zauberkunst
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RIPLEY, George, 1415-1490

Englischer Alchemist, Zeitgenosse Heinrichs VII., studierte in Frankreich und Italien und wurde von Papst Innozenz VIIl. von den Ordenspflichten eines Augustiner-Kanonikus absolviert, um ihm die Möglichkeit zu geben, seine Forschungen mit mehr Nachdruck fortzusetzen. »Weil er aber die meiste Zeit mit alchemistischen Versuchen zubrachte, wurde so wohl der Abt als die andern Canonici darüber verdrüsslich, und verschafften ihm die Freiheit, den Carmeliter Orden anzunehmen, darinnen er 1490 sein Leben geendiget«, nach Zedlers Lexikon. Seine bekanntesten Schriften sind: »Compund of Alchymie... divided into 12 gates«, London 1591, in Ashmoles »Theatrum Chemicum Britannicum« aufgenommen; »Opuscula Chemica«, Frankf. 1614; »Chimische Schrifften«, Erfurt 1624; Nürnberg 1717; »Opera Omnia«, Kassel 1649; »Medulla Alchymiae«, geschrieben 1476, englische Ausgabe London 1692.
Ashmole berichtete, dass Ripley den Malteserrittern für ihren Kampf gegen die Türken jährlich 100.000 Pfund Sterling zuwendete und schloss daraus, dass er den Stein der Weisen besessen haben müsse. Das »Bosom Book of Sir George Ripley« erschien im Druck London 1893. »In R. the arts of the illustrator and the poet came to the Service of the mystic. There is no solid evidence of his making gold, but we find a great deal of the nature of the dreams and traditional figures which filled the soul of a cultured alchemical thinker of his time«, so Burland 1967. Die »Ripley Scrowles«, 1588 in Lübeck gemalt, geben seine reiche Bilderwelt posthum wieder. Ripleys »Cantilena« befinden sich in der Oxforder Bodleian Library.
16 Schriften von Ripley, einige davon vielleicht spurios, sind in deutscher Übersetzung enthalten in dem Sammelband »Magnalia Medico-Chymica, oder Fortsetzung der hohen Artzney- und Feuerkunstigen Geheimnüssen...«, hergestellt von dem Rosenkreuzer Johannes H. Cardilucius, Nürnberg 1680.
Ripley hat, so Kiesewetter, die alchemistische Theorie bereichert. »Er nimmt einen nicht den gemeinen Mercurius als das Wesen der Metallität ausmachend in allen Metallen an, und zwar sind die Edelmetalle reicher an Mercur als die unedlen. Die Bereicherung eines Metalls mit Mercur ist also eine Veredelung desselben. Diese wird durch eine Substanz bewirkt, welche den Mercur der Metalle ölartig auflöst; aus diesem Öl wird die Quintessenz der Metalle hergestellt, welche nun ihrerseits metallveredelnd wirkt«.

 

 

 

 

 

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