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MANDRAGORA, auch Anthropomorphon, lateinisch Semihominis oder Hominiformis, botanisch Atropa Mandragora, Mandragora officinarum oder vernalis |
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Die Pflanze der menschengestaltigen Alraunwurzel, taucht unter dem Namen Dudajim bereits im alten Testament auf. Die Pflanze war in der Antike eine hochgeschätzte Zauberdroge. Sie gehört zur Familie der Solanaceae. Im Altertum verwendete man die Mandragora als krampflösendes und betäubendes Mittel, und der Sage nach diente sie auch dazu, Elfenbein weich und formbar zu machen. Im Kräuterbuch des Dioskurides trägt die Mandragora noch folgende Namen: Antimelon, Dircaea, Circaea, Xeranthe, Antimnion, Bombochylon, Minon, Apemum, Gonogeonas, Diamonon, Mala canina und andere Die kugelige Frucht enthält Hyoscyamin und Scopolamin, wirkt betäubend und wurde bei schweren Geburten verabreicht. Man unterschied zwei Arten von Mandragora, eine »männliche« und eine »weibliche«. In neuerer Zeit wurde die pharmakologische Wirksamkeit besonders der Wurzel häufig diskutiert, besonders bestritten wurde die Anwendbarkeit der Mandragora als Aphrodisiacum. Ein ostasiatisches Gegenstück der Mandragora ist die Droge Ginseng oder Dschen-Schen, botanisch Panax Ginseng aus der Familie der Araliceae. Auch diese Pflanze wurde als Allheilmittel und Aphrodisiacum sehr geschätzt, wird jedoch von den meisten Pharmakologen als wirkungslos bezeichnet. |
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