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MALLEUS MALEFICARUM, lateinisch für »Hexenhammer« |
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Titel eines oft genannten
Buches von Institoris und Sprenger, das den Hexenglauben des ausgehenden
Mittelalters und der beginnenden Neuzeit systematisch darstellt, und
zeitweise das Maleficium mit dem aus den Ketzerprozessen entlehnten Begriff
des »delictum exceptum« in dezidiert »weiberfeindlichem« Sinne verbindet.
Der vollständige Titel lautet »Malleorum quorundam maleficarum, tam veterum
quam recentiorum autorum, tomi duo« bzw. »Tertia pars mallei maleficarum«.
Dieses Buch wurde nach Byloff 1902 » 1487 zum erstenmal, dann bis 1520 13
mal, endlich von 1574-1669 16 mal, im ganzen also 29 mal gedruckt; 16
Auflagen hievon erschienen in Deutschland«. Der Malleus Maleficarum ist laut
Dieffenbach 1886 »das verruchteste und zugleich läppischeste, das
verrückteste und dennoch unheilvollste Buch der Weltliteratur«, das
»obgleich es als Privatschrift keineswegs eine gesetzliche Kraft in der
Kirche erlangte, die Quelle unsäglichen Unheils geworden« sei. Ein Neudruck
des Malleus Maleficarum der Hogarth Press erschien 1969. |
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