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MALEFICIUM, lateinisch Missetat |
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In Zauber- und
Hexenprozessen meist gebraucht im Sinne des »crimen magiae«, das heisst des
Verbrechens der Zauberei. In diesem Sinne wird »Maleficus« in Zedlers
Lexikon als ein »schädlicher, böser Mensch oder Übertreter, Verbrecher,
Zauberer, der Menschen und Viehe mit Teuflischer Kunst Schaden zufüget«
definiert, »Maleficiatus« als ein Mensch »welcher durch Hexerei und Zauber
Künste zum Ehestande untüchtig gemacht worden Maleficium Ligaminis«. In der
Praxis reichen die unter dem Überbegriff des Maleficium subsummierten Taten
der als Zauberer und Hexen Angeklagten von alter. Volksbräuchen wie zum
Beispiel dem »Windfuttern« zur Vermeidung von Sturmschäden über mannigfache
Arten von Liebeszauber bis zu bösartig gemeinten, wenn auch nach heutigem
Wissen wirkungslosen Handlungen, über blasphemische Gepflogenheiten bis zu
echten Verbrechen. |
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