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INJECTA, latein eigentlich materialia iniecta

Für »hinein- in den menschlichen Körper, geschleuderte Dinge«, die Krankheiten verursachen sollten und auf die zauberische Tätigkeit von Hexen, daher noch heute »Hexenschuss« oder bösen Kobolden zurückgeführt wurden. Einzinger von Einzing in seiner »Dämonologie« nennt 1755 ein derartigen Injecta »eiserne Nägel, Haare, Holz, Wachs, Glas, Dörner, Faden, Kieselsteine, Nadeln, Tobaksstängel, Papier, Federn, Geld, Fischgräte, metallene Kugeln, zusammengedrehte Wolle, Eischalen, Zähne und dergleichen«. Ursache des Glaubens, dass Hexen Injecta in ihre Opfer schiessen, war wohl einerseits die Praktik von Quacksalbern, durch einen Trick ihren Patienten derartige Fremdkörper scheinbar aus dem Leib zu zaubern, andererseits aber vielleicht auch die Beobachtung von in den Körper eingewachsenen Teilen eines eineiigen Zwillings, die Schmerzen hervorrufen und chirurgisch entfernt werden können, ebenso von Harn- oder Nierensteinen, die gleichfalls als Injecta gedeutet werden konnten. Die meisten Geschwülste wurden als Folgen von Injecta gedeutet und mit mannigfachen Zugsalben behandelt. Einen »Tractatus de iniectis materialibus« verfasste J.B. van Helmont.

 

 

 

 

 

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