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GUMMI

In manchen alchemistischen Texten Bezeichnung eines Stadiums der in Umwandlung begriffenen materia prima bei der Darstellung des Steines der Weisen, allgemein Name verschiedener gallertartiger Substanzen, die in der Chemiatrie eine Rolle spielen. Dazu gehört etwa die in Zedlers Lexikon, beschriebene Substanz »Gummi Jovial sublimatum et Oleum S. Closs.«, deren Darstellung aus Zinn folgendermassen beschrieben wird: »Nehmet vier Loth gefeilet Zinn, acht Loth sublimat [Salpetersäure?], menget es geschwinde unter einander, thut es in eine weithalsichte Retorte, und treibet den rauchenden Geist aus dem Sande, darnach kommet das butyrum und endlich das lebendige Queck Silber. Wenn ein gemäsiget Feuer gebrauchet wird, hebet sich die gantze Substantz von Zinn in die Höhe, in Gestalt eines graubraunen Hartzes, und bleiben wenig Feces [Rückstände] zurücke, dieses Hartz muss geschwinde zu Pulver gemachet werden, anders fänget es an zu Flüssen. Stellet es hernach auf eiserne Blatte in Keller, so wird es zu Oel.« Über die pharmazeut. Anwendung wird hier nichts ausgesagt. Bei Zosimos ist Gummi eine Bezeichnung des »gelben Sandes«, woraus das »zweite Quecksilber« dargestellt wird.

 

 

 

 

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