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GRIMOIRE französisch, verballhornt aus »grammaire«

Alte Bezeichnung für Zauberbücher für das abergläubische Volk, die zum Beispiel Anweisungen zum Auffinden von Schätzen und Beschwören dämonischer Wesen enthalten. Weit verbreitet war zum Beispiel das »Grimoire du Pape Honorius«, Rom 1670, 1787; Lille 1840, im deutschen Sprachraum auch als »Der Rote Drache« bis ins vorige Jahrhundert immer wieder unkontrollierbar aufgelegt und besonders in bäuerlichen Kreisen einst sehr beliebt. Oft reproduziert wurde die Holzschnitt-Illustration aus »Le Grand Grimoire «, Nimes 1823. Andere Grimoires sind »Le Grand Albert Les admirables Secrets dAlbert le Grand«, 1791, 1818, 1840; »Le Petit Albert Secrets merveilleux de la Magie Naturelle«, Lyon »im Jahr 8«, 1820 und öfter; »Le Dragon Noir ou les forces infernales soumises ä I'homme« etc., Paris 1896; »Grimorium verum vel probatissime Salomonis Claviula« etc.; »Fnehmehon Leonis Papae«, Rom 1740 und öfter, und viele andere Der Inhalt der Grimoire besteht meist aus Beschwörungs- und Zaubersprüchen, die vorwiegend verballhornte Wiedergaben kabbalistischer und magischer Texte sind. Eine mit brauchbaren bibliographischen Angaben versehene Geschichte der Grimoires wurde bisher noch nicht geschrieben.

 

 

 

 

 

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