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GRAL, von latein, cratale aus cratus, abgeleitet von griechisch krater, altfranzösich Graal |
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Eine in der mystischen Spekulation des Mittelalters sehr bedeutsame Schüssel, der Sage nach dieselbe, in die Jesus seine Hand tauchte und in der Joseph von Arimathia das Blut des Erlösers auffing. Die Quelle der Mittelalter-Sage ist vor allem das apokryphe Nikodemus-Evangelium. Der Gral soll in das Abendland gebracht worden sein, wo er so lange verborgen bleibt, bis ein vorhergesagter Gralskönig auftaucht. In dieser Form findet sich die Sage bei Robert de Boron, später bei Chretien de Troyes und andere; der Prosa-Roman, »Grand Saint Graal« macht Galahad, den Sohn Lancelots, zum Gralssucher. Bei Wolfram von Eschenbach, der auf Chretien de Troyes und den Erzählungen eines wohl erfundenen Proven~alen Kyot beruht, ist der Gral eine ursprünglich von den Engeln auf die Erde gebrachte Edelsteinschale, die später von den Tempelrittern in ihrer Burg auf dem Berg Mont-Salvage behütet wird. |
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