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GLANVILL, Glanvil, Joseph, 1636-80 |
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Englischer Philosoph, »ein wahrhaftiger, geistreicher und achtbarer Mann«, so Gärres, war Hofkaplan von König Karl 11., Minister und Mitglied der Royal Society. Seine philosophischen Werke sind dadurch bedeutsam, dass Glanvill noch vor Hume die Ausschliesslichkeit der Kausalität in Frage stellte. Sein Werk »Plus Ultra or the Progress and Advancement of Knowledge seine the Days of Aristotle« wird als die erste Geschichte der Wissenschaft im modernen Sinne bezeichnet. Im Hinblick auf dogmatische Sätze war Glanvill Skeptiker, verteidigte aber nachdrücklich den Glauben an übernatürliche Ereignisse, an Geister, Kobolde und Hexen, so vor allem in seiner Schrift »A Philosophical Edeavour Towards the Defense of the Being of Witches and Apparitions«, 1666, 1700, die in der posthum erschienenen Ausgabe 1681 unterdem Titel »Sad(d)ucismusTriumphatus« sehr bekannt wurde. H. R. Trevor-Roper, 1969, resümiert: Glanvill »used scepticism positively to reinforce belief in witchcraft«. Ein Teil des hier zitierten Materials ist bereits enthalten in »A Blow at Modern Sad(d)ucism«, 1666, 1667, 1688. Glanvill hielt Gedankenübertragung für möglich und zog zu ihrer Erklärung die Existenz einer »Weltseele« heran, gleichzeitig aber eine »mechanistische« Hypothese. Geistesgeschichtlich interessant ist in diesem Zusammenhang sein Werk »The Vanity of Dogmatizing, or Confidence in Opinions«, von 1661. Die moderne parapsychologische Forschung zählt Glanvill zu einem ihrer Vorläufer. |
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