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GEBER |
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Im Mittelalter übliche
latinisierte Form des Namens von Jäbir, Dschäbir, ihn Hayyan, der im
8.Jahrhundert gelebt haben und eine grosse Zahl von alchemistischen Büchern
verfasst haben soll. Der Überlieferung nach war Geber ein Sabier von Harrän,
weshalb er oft den Beinamen »al-Harräni« trägt. Neuere Forschung neigt dazu,
einem historischen Geber nur das »Buch der Barmherzigkeit« zuzuschreiben,
während man die übrigen Traktate meist als spurios auffasst. Der Name Geber
soll nach Kraus 1942/43 von einer ismaelitischen Sekte, die sich mit
mystisch-magischen Themen befasste, als gemeinsames Pseudonym gebraucht
worden sein. Weitere Geber Texte wie »Das Buch der Schmelzöfen«, »Das
vollkommene Magisterium« und andere, scheinen um 1310 von einem
spanisch-arabischen Gelehrten verfasst worden zu sein. Nur ein Teil der
Geber Schriften wurde bisher ediert und veröffentlicht. Die gemeinsame
Grundauffassung ist die, dass die Metalle biologisch reifen und sich
entwickeln können, und dass es die Aufgabe des Alchemisten sei, den
Wandlungsprozess von »unedlen« zu »edlen« Metallen so zu beschleunigen, dass
er nicht in Jahrtausenden, sondern in kurzer Zeit vor sich gehen könne eine
Lehre, die in der Alchemie einen zentralen Platz einnimmt. |
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