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FLUDD, Robert, Robertas de Fluctibus, geboren 1574 in Milgate Kent, gestorben 1637 in London |
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Bedeutender englischer
Paracelsist, Naturforscher und mystischer Philosoph, zu dem geistigen Kreis
der Rosenkreuzer gehörig. Auf seinen mehrjährigen Reisen durch grosse Teile
des europäischen Festlandes wurde Fludd mit der Ideenwelt des Paracelsus und
Nicolaus Cusanus vertraut, ebenso mit Alchemie, Astrologie und Magie. Des
weiteren beeinflussten ihn die Lehren der zu seiner Zeit bekannt werdenden
Kabbala, im besonderen auch die Lehre der Parallelität von Makrokosmos und
Mikrokosmos. Das Licht entspricht für Fludd dem göttlichen Geist, die
Dunkelheit der Gottferne. Alle sichtbaren Dinge enthalten Licht und
Dunkelheit in verschiedener Konzentration, und die Wissenschaft hat die
Möglichkeit, geheime Sympathien und Antipathien innerhalb der geschaffenen
Welt zu erforschen und nutzbar zu machen. In Jöchers Gelehrten-Lexikon,
1750, heisst es, Fludds »Lehrsätze seien gröstentheils so dunckel und
unverständlich, dass man sich keinen deutlichen Begriff davon machen kann.
Er wärmte nicht nur die seltsamen Einfälle der Rabbinen und Cabbalisten
wieder auf, sondern vermehrete dieselben mit vielen neuen nicht weniger
ungereimten Speculationen.« Für Fludd sind »alle Elemente von einem ihnen
entsprechenden geistigen Leben beseelt und Vehikeln von Geistern und Seelen,
welche das eigentliche Leben der Elemente sind, die sich ihrerseits nach der
grösseren oder geringeren Freiheit und der Menge der im geistigen Leben
enthaltenen Lichtpartikeln unterscheiden« - ein gnostisch anmutender
Gedankengang. »Die Verbindung des Weltgeistes mit einem Funken ihm
innewohnenden göttlichen Verstandes schafft die lichtartige menschliche
Seele und die geistigen Wesen überhaupt, bei welchen allen eine stufenweise
Verfeinerung oder Vergröberung statthat. Hinsichtlich des Weltgeistes sind
die geistigen Wesen geschaffen, hinsichtlich des göttlichen Funkens aber
ewig. Der Mensch besitzt als Mikrokosmos die Eigenschaften aller Dinge, also
auch die des Magneten«, und darauf beruhen Sympathie und Antipathie. Viele
Bücher Fludds enthalten in Form von Kupferstichen komplizierte Diagramme,
die sein theosophisches Weltbild illustrieren sollen. |
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