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FLUCHTAFELN, auch Defixionstafeln, lateinisch tabelae, siehe tabellae defixionum, von defigere - anheften, festbannen. |
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Besonders aus der spätrömischen Zeit nicht selten überlieferte Täfelchen, die meist aus Blei bestehen, weil dieses Metall schon an sich als zauberkräftig und »bindend« galt. Die Fluchtafeln tragen eingeritzte Verwünschungen persönlicher Feinde und wurden in deren Haus oder Gräbern verborgen, um Schaden zu bringen. Angefertigt wurden sie meist an einem Dienstag, der dem Mars zugeordnet war. Beim Vergraben rief man die Unterirdischen zu Zeugen an. Die Fluchtafeln tragen häufig Inschriften in Geheimalphabeten, damit sie den etwaigen Findern möglichst lange unverständlich bleiben sollten. Dies sollte einen Gegenzauber weitgehend unmöglich machen. |
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